FCN: Klose möchte kein Punkteziel für die Rückrunde formulieren

Der Trainer des 1. FC Nürnberg verfolgt stattdessen andere Ziele und ist von einem bestimmten Erfolgsrezept überzeugt.

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Klose vermeidet Saisonziel

Schon vor der Saison wollte sich Miroslav Klose ungern dazu äußern, welches konkrete Saisonziel der 1. FC Nürnberg verfolgen könnte. Nach den ersten fünf Spielen mit nur einem Punkt hielt es der 47-Jährige verständlicherweise erst recht für „vermessen“, nun eine Vorgabe zu formulieren. Dass man letztlich mit 22 Punkten und Tabellenplatz acht in die Winterpause einlief, stellte den FCN-Trainer ebenso zufrieden wie seinen Sportvorstand, der mit dieser Platzierung auch zum Saisonende gut leben könnte: „Dann bin ich zufrieden, insbesondere nach dem Saisonstart“, sagte Joti Chatzialexiou kurz vor Weihnachten gegenüber den Nürnberger Nachrichten.

Entwicklung im Vordergrund

Klose bleibt im Hinblick auf die Rückrunde dennoch bei seiner Linie, keine Tabellen- oder Punkteziel zu setzen: „Da bin ich sowieso nicht der Typ“, so der Weltmeister von 2014, für den vor allem die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund steht: „Ich habe schon gewisse Ziele, auch intern, wie sich die Mannschaft entwickeln will.“ Diese Zielsetzungen orientierten sich jedoch eher an Leistungen als an reinen Punktzahlen.

Dabei stehen vor allem die einzelnen Spieler im Fokus, „dass sie den nächsten Schritt machen“, erklärt Klose. Als Beispiele für diese Entwicklung nennt er Rafael Lubach und Berkay Yilmaz, an denen sich zeige, „dass wir den Jungs ein größeres Paket mitgeben. Das ist unser Ziel.“ Daraus leitet der ehemalige DFB-Stürmer auch seine Erfolgsformel ab: „Weil wenn du jeden einzelnen besser machst, dann wird automatisch die Mannschaft besser.“

Besserer Start nötig

Wie viel Entwicklungspotenzial tatsächlich noch in der Mannschaft des 1. FC Nürnberg steckt, wird sich erstmals am 17. Januar zeigen, wenn der Jahresauftakt im Max-Morlock-Stadion gegen die SV Elversberg ansteht. Zuvor werden Klose und sein Team im adidas Home Ground in Herzogenaurach daran arbeiten, für einen besseren Start als in der Hinrunde gerüstet zu sein. Damals setzte es zwei 0:1-Niederlagen gegen die SVE und Darmstadt 98 – eine Ausbeute, die man nun tunlichst nicht wiederholen sollte. Schließlich beträgt der Abstand zur Abstiegszone lediglich fünf Punkte – und der Kampf um den Klassenerhalt dürfte kaum Miroslav Kloses Vorstellung für die Rückrunde sein.