FCN: Mindestziel erreicht – Zeit für Talente?
Mit der 1:2-Niederlage in Regensburg verpasste es der 1. FC Nürnberg, bis auf zwei Punkte an den Aufstiegsrelegationsplatz heranzurücken. Nichtsdestotrotz darf man bislang von einer erfolgreichen Saison sprechen. Schließlich steht der Club mit 41 Punkten nach 27 Spieltagen schon besser da als in den beiden vorherigen Spielzeiten nach jeweils 34 Spieltagen. Das Mindestziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und eine ruhige Saison zu spielen, ist somit schon längst erreicht.
Angesichts dieser komfortablen Situation könnte man die Gelegenheit nutzen, um mit Blick auf die nächste Saison bereits das ein oder andere Talent an den Profi-Kader heranzuführen. Erst kürzlich berichtete Miroslav Klose im BR von einigen interessanten Spielern aus dem Nachwuchs, die er „auf dem Schirm“ habe.
Klose über „Testphase“
Schon vor rund einem Monat, vor dem 1:0-Auswärtserfolg in Münster, bezog Klose Stellung dazu, ob das ein oder andere Talent im Laufe dieser Saison noch seine ersten Zweitligaminuten sammeln könnte: „Wenn wir in einem Fahrwasser sind, wo der Abstand nach hinten groß genug ist, kann es sein.“
Diese Ankündigung erneuerte der 46-Jährige nun unmittelbar nach dem Regensburg-Spiel: „Ich habe gesagt, wir kommen irgendwann, wenn wir gesichert sind, in eine gewisse Testphase.“ Wie genau diese „Testphase“ ablaufen soll, ließ der FCN-Trainer jedoch offen: „Wir werden jetzt intern ein paar Sachen diskutieren“. Dass nun beim kommenden Heimspiel gegen den Hamburger SV plötzlich mehrere Debüts gefeiert werden, ist allerdings nicht zu erwarten.
FCN strebt nach Maximum: „Oben dabei“
So sprach Klose unter anderem von kommenden „Endspielen“, dass man trotz des jüngsten Rückschlags weiterhin oben dabei sei und es keinen Spannungsabfall geben werde. In eine ähnliche Kerbe schlägt sein Rechtsverteidiger Tim Janisch via „CLUB TV“, der die restliche Saison nicht einfach austrudeln lassen möchte: „Wenn wir jetzt die nächsten Spiele gegen die oben gewinnen, sind wir ja trotzdem noch oben dabei.“ Der 19-Jährige strebt zudem auch unabhängig von etwaigen Aufstiegsträumen nach dem Maximum: „Für mich ist es schon was anderes, ob ich Vierter oder Neunter werde.“
Nichtsdestotrotz könnte es gegen den HSV auf der Bank des 1. FC Nürnberg das ein oder andere junge, noch etwas unbekanntere Gesicht geben. Denn angesichts der Ausfälle des verletzten Kapitäns Robin Knoche und des gesperrten Jens Castrop sowie der angeschlagenen Wackelkandidaten Stefanos Tzimas und Florian Flick könnten einige Kaderplätze frei werden. So könnte der ein oder andere Youngster zumindest schon einmal von der Seitenlinie aus Zweitligaluft schnuppern.