FCN: Klose kündigt Anpassungen für Bielefeld an

Gegen einen Gegner mit speziellen Stärken will der FCN seine Herangehensweise verändern.

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Serie fortsetzen

Mit fünf Spielen ohne Niederlage hat der 1. FC Nürnberg derzeit nach dem Spitzenreiter aus Paderborn die zweitbeste Serie der 2. Bundesliga. „Wir haben ein Heimspiel und wollen da weitermachen, wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben“, gibt FCN-Trainer Miroslav Klose die Marschroute für das kommende Heimspiel gegen Arminia Bielefeld vor: „Zu punkten muss unsere Priorität sein.“

Mit einem Sieg könnte der Club an den Gästen vorbeiziehen und womöglich erstmals in dieser Saison einen Platz in der oberen Tabellenhälfte belegen – auch Klose spricht von einem „ganz wichtigen Spiel“.

Variabel

Die Arminia presste in dieser Saison bereits häufig im Mann-gegen-Mann über das ganze Feld, so auch beispielsweise beim Testspiel gegen den FCN in Südtirol. Zuletzt baute der Aufsteiger aber auch mehr Phasen ein, in denen man im tieferen Block im 5-3-2 verteidigt. Der Club erwartet Bielefeld hierbei variabel: „Ich glaube, dass sie beides spielen werden. Ich glaube schon, dass sie am Anfang Mann-gegen-Mann spielen werden und sich dann vielleicht auch phasenweise in den Block zurückziehen.“

Unabhängig von der Pressinghöhe bringt die Arminia eine extreme Intensität mit. Egal, ob gelaufene Kilometer oder intensive Läufe – nahezu jede Statistik im physischen Bereich dominiert der Tabellenneunte. „Da müssen wir vieles im richtigen Moment machen, auch was die Positionierung angeht. […] Wir haben viele Sachen trainiert und vorbereitet“, sagt Klose dazu.

Umschaltstark

Auffällig bei den Bielefeldern ist, dass sie bislang deutlich mehr Zähler holten, wenn der Gegner mehr den Ball hatte. In den fünf Spielen mit mehr Spielanteilen holte man im Schnitt nur 0,8 Punkte. Bei den sieben Partien mit weniger Ballbesitz waren es fast 1,9 Punkte pro Spiel. Das liegt auch daran, dass sie im Angriff sehr viel Tempo mitbringen, das sie vor allem nach Ballgewinn immer wieder gut einsetzen. Die Konterabsicherung wird beim Club also eine wichtige Rolle spielen.

Entsprechend ist Bielefeld für Nürnberg ein „ganz, ganz schwieriger Gegner, der vielleicht auch einen Tick besser ist als die letzten zwei Gegner“. Mit 25 Toren erzielten die Westfalen sogar die meisten der 2. Bundesliga. Neben dem starken Umschaltspiel erzielten sie ligaweit auch die meisten Treffer nach ruhenden Bällen, nach Flanken und per Kopf, was die offensive Qualität unterstreicht.

FCN mit Angriffspressing?

Dass der FCN auf der anderen Seite zuletzt fünfmal hintereinander weniger Ballbesitz als der Gegner hatte, soll sich diesmal ändern. So darf man Kloses Aussagen zumindest interpretieren. Die Ursachen dafür sah er darin, dass seine Mannschaft zuletzt nicht gut hoch presste: „Wir haben weniger gute Sachen gegen den Ball gemacht. Wir hatten nicht so viele hohe Ballgewinne. Dementsprechend hat der Gegner uns auch laufen lassen.“

Gegen Bielefeld soll sich dies wieder ändern. Dem Weltmeister zufolge hat man hierfür an einigen Details im Spiel gegen den Ball gearbeitet, wodurch man schon früher Druck auf den gegnerischen Spielaufbau ausüben möchte: „Da haben wir natürlich wieder ein paar Schrauben gedreht, damit wir da auch wieder mehr in Ballbesitz kommen. Das ist und bleibt unser Spiel, weil wir da unsere Chancen – genauso wie im Umschaltspiel – kreieren können.“ Am Sonntagnachmittag wird sich zeigen, wie diese Änderungen aussehen – und wie sie funktionieren.