Keine Einsatzminute für Stepanov trotz dreimal 45 Minuten
Um möglichst vielen Spielern Einsatzzeit vor dem Start in die Rückrunde am kommenden Wochenende zu ermöglichen, setzte der 1. FC Nürnberg bei der mit einem 7:1-Sieg geglückten Generalprobe gegen die Grasshoppers Zürich auf ein Testspiel über gleich dreimal 45 Minuten. Umso überraschender war es, dass Artem Stepanov von diesen insgesamt 135 Minuten keine einzige Einsatzminute erhielt. Schließlich zählte die Leihgabe von Bayer Leverkusen in der Hinrunde zumindest zum erweiterten Stammpersonal und stand bei 13 Einsätzen immerhin siebenmal von Beginn an auf dem Platz.
Kloses deutlicher Fingerzeig?
Ein deutlicher Fingerzeig von Miroslav Klose, wie er mit dem 18-Jährigen in der Rückrunde plant? „Nein“, entgegnete der Trainer nach der Partie. „Weil ich von ihm schon genug Erkenntnisse habe“, erklärte der 47-Jährige die Entscheidung, Stepanov an diesem Tag gar nicht einzusetzen.
Stattdessen wollte man mit den beiden Doppelpackern Piet Scobel und Noah Maboulou sowie mit Mickael Biron jenen Angreifern Spielzeit geben, die in der Hinrunde weniger Minuten sammeln konnten: „Er hat mehr Spielzeit über die Saison bekommen als andere. Mir geht es nur darum, dass die anderen spielen und auf Spielzeit kommen.“ Insofern sei diese Maßnahme bewusst getroffen und auch klar mit Stepanov abgesprochen worden, der nur bei eventuellen Ausfällen zum Einsatz gekommen wäre.
Stepanov Option gegen Elversberg
An Stepanovs Chancen, am 18. Spieltag gegen die SV Elversberg wieder eine Rolle zu spielen, änderte sein zweieinviertelstündiger Aufenthalt auf der Bank laut Klose nichts. „Ja. Das hat damit nichts zu tun“, antwortete der FCN-Trainer auf die Frage, ob der Ukrainer gegen die SVE wieder spielen könnte, und verwies erneut auf die „Erkenntnisse“ zu den anderen drei eingesetzten Stürmer: „Weil sie nicht so die Spielzeit bekommen haben wie er jetzt. Deswegen wollte ich von denen mehr Videomaterial etc., dass wir mit dem auch arbeiten können.“
Stepanovs Abstieg in der Rangfolge?
Nichtsdestotrotz erscheint es derzeit eher unwahrscheinlich, dass Stepanov zum Rückrundenauftakt viel Spielzeit erhält. Schließlich präsentierte sich der erstmals bei den Profis in der Startelf stehende Scobel ebenso torhungrig wie der später eingewechselte Maboulou. Hinzu kommt, dass Adriano Grimaldi ohne seine leichten Muskelbeschwerden vermutlich von Beginn an auf dem Platz gestanden hätte. Demzufolge wirkt es aktuell so, als hätte Stepanov in der internen Stürmerrangfolge zunächst das Nachsehen – wenngleich Klose davon nichts wissen will oder zumindest nichts in diese Richtung preisgeben möchte.



