Optimismus sinkt
Auch zwei Monate, nachdem durch die BILD bekannt geworden war, dass der 1. FC Nürnberg Rajmund Toth verpflichten möchte, konnte der Transfer noch nicht finalisiert werden – obwohl sich Club und Spieler grundsätzlich einig sind. Die aus Sicht des FCN zu hohen Ablöseforderungen des ungarischen Meisters ETO FC verhindern bislang jedoch einen Fortschritt in den Verhandlungen: „Ich bin derzeit nicht besonders optimistisch, hoffe aber weiterhin auf eine Lösung“, sagte kürzlich der Vater des 22-jährigen Mittelfeldspielers im CLUBFOKUS-Interview.
„Kein passendes Angebot“
Nun äußerte sich auch ETO FC zum aktuellen Transferpoker. Am Freitag nahm der neue Sportdirektor Sander Van Praet im Rahmen seiner Vorstellung unter anderem zum Interesse an Toth Stellung. Wie csakfoci.hu zitiert, werde trotz konkreter Anfragen weiterhin mit dem frisch gebackenen ungarischen A-Nationalspieler geplant: „In dieser Zeit kursieren viele Transfergerüchte. Wir prüfen jedes Interesse, bewerten das Angebot und die Fähigkeiten des Spielers. Solange kein für alle Parteien passendes Angebot vorliegt, bleiben beide Spieler bei ETO“, sagt der 40-Jährige über Toth und Milán Vitalis, der ebenfalls umworben wird.
Ablöseforderung zu hoch
Heißt: Nach aktuellem Stand scheint ETO FC seine Ablöseforderungen nicht zurückschrauben zu wollen. Wie die BILD schon vor Wochen berichtete, soll diese bei drei Millionen Euro liegen. Auch weitere europäische Vereine wollen die geforderte Summe bislang nicht bezahlen und schätzen den Marktwert des Spielers niedriger ein. Der FCN soll sein Angebot laut BILD damals auf anderthalb Millionen Euro erhöht haben.
FCN könnte andere Lösung suchen
Derzeit sieht es jedenfalls nicht danach aus, als könnten der 1. FC Nürnberg und ETO FC zeitnah eine Einigung erzielen. Dass Rajmund Toth am Wochenende nicht im Spieltagskader stand, hatte ohnehin nichts mit einem sich anbahnenden Transfer zu tun, sondern mit einer kleinen Blessur.
Ob noch Bewegung in den Poker kommt, sobald die Ungarn ihre Conference-League-Qualifikationsspiele absolviert haben – zumal das letzte Play-off-Spiel Ende August und damit kurz vor Schließung des Transferfensters stattfinden würde –, erscheint fraglich. Insofern wäre es nicht allzu überraschend, wenn sich der FCN bereits nach einer anderen Lösung auf der Sechserposition umsieht.


