FCN-Kapitän sprachlos: „Totenstimmung“

Fabio Gruber, dessen persönliche FCN-Bilanz sich fast exakt mit dem aktuellen Negativlauf deckt, nimmt Stellung zur Personalie Klose.

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FCN am Tiefpunkt

Wenig überraschend ist die Stimmung beim 1. FC Nürnberg derzeit am Tiefpunkt. Denn dort befindet sich der Club auch tabellarisch nach der 1:2-Niederlage gegen den Karlsruher SC und nur einem Punkt aus fünf Spieltagen weiterhin in der 2. Bundesliga. Saisonübergreifend konnte der FCN sogar nur zwei seiner letzten 14 Pflichtspiele gewinnen – bei zehn Niederlagen.

Eine Bilanz, die fast exakt der des aktuellen Mannschaftskapitäns (in Abwesenheit von Robin Knoche) Fabio Gruber entspricht. 14 seiner 15 Einsätze für die Franken absolvierte der zu Jahresbeginn aus Verl verpflichtete Innenverteidiger während dieses Negativlaufs. Hinzu kam eine späte Einwechslung beim 4:3-Auswärtssieg im Februar in Magdeburg. Entsprechend fällt die persönliche Ausbeute des 23-Jährigen bislang mager aus – umso mehr, weil sich Gruber in dieser Saison selten in stabiler Form zeigen konnte.

Sprachlosigkeit in der Kabine

Folglich präsentierte sich Gruber nach dem nächsten Rückschlag verständlicherweise konsterniert am Sky-Mikrofon. Er sprach von einer „Totenstimmung“ in der Kabine, die die Mannschaft kurz nach Abpfiff geschlossen aufsuchte: „Alle sind enttäuscht. Wir sind alle sprachlos. Deswegen herrscht gerade schlechte Stimmung“, berichtete der Deutsch-Peruaner.

Umso schmerzhafter dürfte diese Niederlage sein, weil der Club erneut nicht die schlechtere – phasenweise sogar die bessere – Mannschaft war: „Grundsätzlich war es eine ordentliche Leistung. Ich glaube nicht, dass wir es verdient haben, hier mit null Punkte herauszugehen“, so Gruber.

Doch der Tabellenletzte brachte sich einmal mehr durch Abwehrfehler selbst um die Punkte: „Wir standen zweimal scheiße, werden zweimal bestraft. Dann fragen wir uns alle wieder, wieso es momentan so scheiße läuft“, stellte der gebürtige Augsburger fest. Eine konkrete Antwort darauf konnte Gruber nicht liefern: „Teils Spielglück, teils weiß ich nicht. Ich bin auch sprachlos. Deswegen ist es gerade schwer, die Dinge richtig einzuordnen.“

Trainerdiskussion?

Eine Diskussion, ob Miroslav Klose nach der fünften Niederlage im sechsten Pflichtspiel dieser Saison noch der richtige Trainer sei, will Gruber nicht führen: „Das ist bei uns in der Mannschaft kein Thema.“ Stattdessen nimmt er sich und seine Mitspieler in die Pflicht: „Wir müssen das auf dem Platz klären und alles andere wird man sehen.“ Die nächste Chance dafür bietet sich dem 1. FC Nürnberg in der kommenden Woche beim Heimspiel gegen den VfL Bochum, wenn im siebten Anlauf endlich der erste Saisonsieg gelingen soll.