FCN: Inklusive Profi-Startelfdebüt – Zehn Ex-Nürnberger in einer Partie

Ein Trainer, zwei Leihspieler und sieben weitere Ex-Spieler des 1. FC Nürnberg.

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Foto: FCN.de

Startelfdebüt für FCN-Leihspieler

Darauf hat Winners Osawe hingearbeitet: Ein Jahr nach seinem Wechsel aus der Jugend von RB Leipzig zum 1. FC Nürnberg feierte der U17-Welt- und Europameister am Wochenende sein Startelfdebüt im deutschen Profifußball. Der vom FCN an den FC Schweinfurt ausgeliehene Defensivallrounder stand bei der 0:2-Niederlage bei Wehen Wiesbaden erstmals von Beginn an auf dem Feld, nachdem er eine Woche zuvor nach Einwechslung sein Drittliga-Debüt gegeben hatte.

Die Mainpost attestierte Osawe mit der Note 3,5 einen ordentlichen Auftritt, inklusive energischer Zweikampfführung und einiger guter Offensivaktionen. Tatsächlich führte der 19-Jährige, der in einem 3-4-3-System im zentralen Mittelfeld auflief, mit zehn Defensiv-Zweikämpfen die drittmeisten aller Spieler. Zudem vergab der gebürtige Berliner nach einem Lauf in den Strafraum die größte Schweinfurter Chance im Eins-gegen-eins gegen den Wiesbadener Torhüter.

Zehn Ex-Nürnberger im Einsatz

Das Besondere an dieser Drittligapartie des 23. Spieltags aus fränkischer Sicht: Insgesamt waren zehn ehemalige Nürnberger beziehungsweise Leihspieler im Einsatz. Neben Osawe und dem ebenfalls vom FCN verliehenen Dustin Forkel, der in der 68. Minute eingewechselt wurde, spielten auf Seiten der „Schnüdel“ mit Johannes Geis, Pius Krätschmer, Manuel Wintzheimer, Erik Shuranov und Tim Latteier gleich sieben Akteure mit Club-Vergangenheit.

Hinzu kamen drei weitere Ex-Nürnberger bei Wehen Wiesbaden: Innenverteidiger Florian Hübner stand in der Startelf, während Lukas Schleimer nach 67 Minuten als Joker ins Spiel kam. Komplettiert wurde das FCN-Aufgebot durch den Co-Trainer der Hessen: Frank Steinmetz, Assistent von Cheftrainer Daniel Scherning.

Hoffnung auf Aufstieg, drohender Abstieg

Letztere dürfen sich Hoffnungen auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga machen. Durch den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen rückte Wehen auf Rang sieben vor und verkürzte den Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz drei auf lediglich drei Punkte.

Für den FC Schweinfurt hingegen ist der Abstieg aus der 3. Liga nach nur einer Saison nahezu besiegelt. Mit lediglich drei Siegen und bereits 20 Niederlagen rangiert man abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Das rettende Ufer, aktuell belegt von Florian Picks 1. FC Saarbrücken, ist mit einem Rückstand von 15 Punkten bereits in weiter Ferne.

Profi-Erfahrung für Forkel und Osawe

Nichtsdestotrotz soll die verbleibende Saison für Forkel und Osawe weiterhin die Möglichkeit bieten, wertvolle Erfahrung auf solidem Profi-Niveau zu sammeln. Denn trotz der desolaten Bilanz bewiesen die Schweinfurter auch bei dieser späten Niederlage – beide Gegentore fielen erst ab der 88. Minute –, dass sie grundsätzlich mithalten können. Ansprechende Leistungen lassen sich bislang jedoch zu selten in Punkte ummünzen. Laut Expected Points wären sogar rund 16 Zähler mehr möglich gewesen.