Drexler-Comeback
„Ich werde Nürnberg auf jeden Fall vermissen. Meiner Freundin und mir hat es richtig gut gefallen“, äußerte sich Tim Drexler kurz nachdem seine halbjährige Leihe von der TSG Hoffenheim zum 1. FC Nürnberg zu Ende ging. Dass er nur wenige Monate später wieder für den Club auflaufen würde, dachte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand. Doch Transferexperte Florian Plettenberg berichtet nun, dass der 20-Jährige zum FCN zurückkehrt. Es soll eine einjährige Leihe ohne Kaufoption werden.
Solide Lösung
Drexler erledigte seine Sache in der Vorsaison für den FCN sehr ordentlich und war nach dem Abgang von Finn Jeltsch gesetzt. Insgesamt 14-mal lief der U20-Nationalspieler Deutschlands für die Franken auf. Zu seinen Stärken gehören unter anderem sein Tempo und seine Dynamik. Das Kopfballspiel und das direkte Defensivduell sind hingegen noch ausbaufähig.
Variabel
Was der Rechtsfuß mitbringt, ist eine gewisse Variabilität. Er kann sowohl als Halbverteidiger in der Dreierkette als auch in der Viererkette als Innenverteidiger auflaufen. Darüber hinaus kann er im Fall der Fälle auch als Rechtsverteidiger fungieren. Auf dieser Position absolvierte er auch die Vorbereitungsspiele für Hoffenheim, deren Geschäftsführer Sport Andreas Schicker ihn hier sogar am stärksten sieht.
Was passiert mit Knoche?
Dass der Club überhaupt noch einen Innenverteidiger verpflichtet, hängt wohl auch mit Robin Knoche zusammen, der den FCN nun verlassen könnte. Anderenfalls wäre man auf dieser Position quantitativ überbesetzt. Um Drexler bemühte sich lange Zeit auch Dynamo Dresden. Den Zuschlag erhielt jedoch der 1. FC Nürnberg. Der Transfer ist nachvollziehbar und sportlich absolut in Ordnung – wirkt in der Gesamtkonstellation mit Blick auf Knoche aber nicht unbedingt langfristig durchdacht.