
Gündogans Vertrag läuft aus – kommt jetzt der FCN?
Bekanntermaßen läuft Ilkay Gündogans Vertrag in diesem Sommer bei Manchester City aus. Statt mit ihm als Spieler weitermachen zu wollen, sollen die Citizens dem 34-Jährigen eine Stelle im Trainerstab angeboten haben. Der 82-fache deutsche Nationalspieler soll aber auch über diese Saison hinaus die Fußballschuhe als Aktiver schnüren wollen. Aus der Türkei soll deshalb Galatasaray bereits sehr konkretes Interesse angemeldet haben, Gündogan ablösefrei zu verpflichten.
Gerade derartige Meldungen um die Personalie Gündogan dürften bei vielen FCN-Anhängern ein Interview aus dem Jahr 2022 in Erinnerung rufen. Damals schwärmte der gebürtige Gelsenkirchener im Podcast „Phasenmäher“ von seiner Zeit in Nürnberg: „Ich verbinde mit dem Verein und der Stadt unfassbar tolle Menschen und Momente.“ 53-mal lief der Mittelfeldspieler von 2009 bis 2011 für den Club auf, erlebte in dieser Zeit nach eigenen Aussagen seine „glücklichste Zeit als Fußballer“ und ein echtes Karriere-Highlight, wie er via „X“ schrieb: „Meinen ersten Profivertrag beim 1. FC Nürnberg zu unterschreiben“, nannte er diesbezüglich an erster Stelle.
Der für Cluberer entscheidende Satz aus dem Phasenmäher-Podcast war jedoch ein anderer: „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, eines Tages zum 1. FC Nürnberg zurückzukehren“, ließ Gündogan FCN-Fans bis heute von einer Rückkehr träumen. Aufgrund seiner aktuellen Situation – nicht mehr unumstrittener Stammspieler, im Oktober 35 Jahre alt werdend und nach der Saison vertragslos – dürfte sich für viele die Frage stellen: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Realistisch oder reines Wunschdenken?
Die Antwort auf diese Frage lässt sich ziemlich einfach beantworten. Denn Gündogan ließ offen, ob er tatsächlich als Spieler nach Franken zurückkehren möchte: „In welcher Funktion auch immer“, war der entscheidende Zusatz. Heißt: Auch erst in vielen Jahren könnte der spielintelligente und taktisch affine Routinier wieder im Frankenland aufschlagen – beispielsweise als Trainer. Ein Club-Comeback muss also nicht in naher Zukunft als aktiver Spieler geschehen.
Nichtsdestotrotz ist der Traum von einem Nürnberger Mittelfeld bestehend aus Caspar Jander, Ilkay Gündogan und Julian Justvan verlockend. Realistisch bleibt jedoch, dass mit Justvan wahrscheinlich nur einer der drei in der nächsten Saison das Club-Trikot tragen wird. Aber: Auch mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation der Klose-Elf, die sich im Windschatten der Aufstiegsaspiranten bewegt, sollte man nichts gänzlich ausschließen.
Und auch Gündogan scheint keine Eile zu haben, seine Zukunft sofort zu klären. Schließlich sollen Gespräche mit Galatasaray-Verantwortlichen erst nach der Saison stattfinden. Vielleicht kann dann der Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg ein Wörtchen mitreden – bei aller Euphorie über die starke Rückrunde ein nach wie vor in vielerlei Hinsicht unrealistisches Szenario.