FCN: Für Lochoshvili ist der Gegenspieler „egal“

Doppelpack, Dominanz gegen Berisha – und ein Innenverteidiger in Topform. 

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Foto: DO IT NOW Media

Stürmererinnerungen

Nach seinem Doppelpack haben beim 1. FC Nürnberg lediglich Mohamed Ali Zoma, Julian Justvan und Rafael Lubach mehr Saisontore erzielt als Luka Lochoshvili. Der FCN-Innenverteidiger erzielte beim 3:0-Erfolg gegen Kaiserslautern seine Saisontreffer drei und vier. „Es ist das erste Mal im Profibereich und ich bin sehr glücklich darüber“, traf er erstmals in seiner Karriere doppelt, nachdem er in der Jugend noch als Stürmer aufgelaufen war.

Garant

Auch in seinem „Tagesgeschäft“ in der Defensive war der Georgier einmal mehr richtig gut. Er verzeichnete die meisten Balleroberungen (13) der Partie und gewann starke sieben seiner acht Kopfballduelle.

Dabei war sein Gegenspieler mit Mergim Berisha kein Unbekannter. Der Stürmer traf unter anderem schon viermal in der Champions League. Davon war in Nürnberg jedoch wenig zu sehen: Am Ende gewann er kein einziges seiner neun Offensivduelle und blieb über die volle Spielzeit sehr blass.

Keine Rolle

„Ich kenne ihn“, war es nicht das erste Mal, dass Lochoshvili auf Berisha traf. „Ich habe schon in Österreich gegen ihn gespielt, als er bei Salzburg war“, erinnert sich der 27-Jährige an seine Zeit beim Wolfsberger AC.

Dass der Stürmer auch schon zweimal für die deutsche Nationalmannschaft auflief und laut transfermarkt.de einst einen Marktwert von 14 Millionen Euro hatte, interessiert Lochoshvili wenig: „Ich spiele auch in der Nationalmannschaft, deshalb ist es mir egal, wer mein Gegenspieler ist.“

Selbstbewusst

Unabhängig von seinem Gegenüber ist der Linksfuß selbstbewusst genug, um zu wissen, dass er in Normalform gut genug ist, um ihn aufzuhalten: „Natürlich ist er ein guter Spieler, aber ich konzentriere mich vor allem auf meine eigene Leistung.“ Ähnlich wird auch seine Herangehensweise für die anstehenden Länderspiele gegen Israel und Litauen lauten.

Offen bleibt nur, welcher Verein sich über die Qualitäten Lochoshvilis in der kommenden Saison freuen darf. Dass er beim FCN bleibt, erscheint ungewiss. Für die Kombination aus einem starken linken Fuß, Tempo, Physis und Zweikampfführung dürfte es jedenfalls genug Interessenten geben.