Entlassung
Im Winter wurden mit Dustin Forkel und Winners Osawe zwei Spieler vom 1. FC Nürnberg zum 1. FC Schweinfurt 05 verliehen. Auch ansonsten ist der Kader des Drittligisten breit bestückt mit Spielern, die eine FCN-Historie aufweisen – beispielsweise Johannes Geis oder Erik Shuranov. Die Karten werden für alle Akteure nun jedoch neu gemischt. Denn die Schnüdel trennten sich überraschend von Chefcoach Victor Kleinhenz und dessen Co-Trainer Gregor Opfermann. „Nach intensiver Analyse der sportlichen Situation“ sei man zum Entschluss gekommen, den Weg ohne den Aufstiegstrainer aus der Vorsaison weiterzugehen.
Ex-Profi
Kleinhenz’ Nachfolger ist kein Unbekannter. Er lief unter anderem für Schalke, Leverkusen und Frankfurt 165-mal in der Bundesliga auf, spielte dreimal für die deutsche Nationalmannschaft und 69-mal für die der USA. Die Trainererfahrung von Jermaine Jones ist hingegen noch relativ gering. Zuletzt trainierte er den CV Fuego FC in der dritthöchsten amerikanischen Liga. Aufgrund anhaltender Probleme, ein Stadion zu finden, zog sich der Klub Ende 2024 jedoch aus dem professionellen Spielbetrieb zurück. Zugleich war der Ex-Profi Co-Trainer der U19 der USA.
Aussichtslos
„Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann. Nun möchte er als Trainer dieses Wissen einbringen und der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben“, äußert sich Schweinfurts Geschäftsführer Markus Wolf zum Trainerwechsel. Dass es mit dem 44-Jährigen noch zum Klassenerhalt in der 3. Liga reichen wird, erscheint jedoch nahezu ausgeschlossen. Nach 24 Spieltagen hat man lediglich zehn Zähler auf dem Konto, während der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz bereits 17 Punkte beträgt.
Aus Nürnberger Sicht wird es vor allem interessant, welchen Einfluss der Trainerwechsel auf die Einsatzzeiten von Forkel und Osawe haben wird. Bislang kam Forkel einmal von Beginn an zum Einsatz und Osawe zweimal. Am Samstag gastiert man beim Tabellendritten aus Duisburg – dann erstmals mit Jermaine Jones, der es „kaum erwarten kann, mit der Mannschaft loszulegen“, an der Seitenlinie.



