Emreli-Interview sorgt für Spekulationen
Trotz der Länderspielpause wird es nicht ruhiger um die Personalie Mahir Emreli. Nun sorgte der Angreifer des 1. FC Nürnberg, der sich derzeit im Kreise der aserbaidschanischen Nationalmannschaft befindet, mit einem Interview in der Heimat für neue Spekulationen. Denn gegenüber der Sportnachrichten-Website sportal.az machte der 27-Jährige vielsagende Andeutungen zu seiner Situation beim FCN.
Zunächst spricht Emreli davon, dass er erst „eines Tages“, vermutlich im Sommer, auf Details eingehen wolle. Immer wieder wurde über Unruhen um seine Person berichtet – sei es über seinen Wechselwunsch, kolportierte Schwierigkeiten innerhalb der Mannschaft oder angebliche Uneinigkeiten mit Trainer Miroslav Klose. „Ich kann nur sagen, dass vieles, was darüber gesagt wird, nicht stimmt“, hält er sich allgemein, fügt aber hinzu: „Im Verein ist alles in Ordnung“ – und eben nicht so, wie es behauptet wurde.
Auch wenn Emreli betont, es gehe „nicht um ein fußballerisches Problem“, scheint dem Sommerneuzugang dennoch etwas auf der Seele zu brennen: „Es war eine ganz andere Angelegenheit.“ Mit dem Hinweis darauf, dass es normal sei, weil der Fußball inzwischen ein Stück weit ein Geschäft geworden sei, kündigt der Aserbaidschaner an, sich zu dieser bislang unbekannten Thematik äußern zu wollen: „Ich werde einfach ruhig bleiben und bis zum Sommer durchhalten. Danach werden wir unsere Entscheidung treffen.“
Trennung im Sommer wahrscheinlich
Zwar wird man sich wohl bis nach der Saison gedulden müssen, bis Nürnbergs Nummer 30 sein Problem kommuniziert. Jedoch klingen diese Aussagen nicht sonderlich positiv. Auch, weil Emreli davon spricht, bis zum Sommer „durchhalten“ zu wollen, scheint ein ohnehin sehr unwahrscheinlicher Verbleib im Frankenland über den Sommer hinaus inzwischen schon fast ausgeschlossen.
Trotz allem wird man in Nürnberg die Resthoffnung haben, zumindest noch eine erfolgreiche Restsaison mit dem 52-fachen Nationalspieler bestreiten zu können. Dass es seinen Aussagen nach fußballerisch keine Probleme gibt, verstärkt den Glauben daran ein wenig – wenngleich die Unruhen rund um das Wesentliche, den Fußball, in letzter Zeit zu dominant sind.