FCN deutlich stabiler: Wo sich die Klose-Elf klar verbessert hat

In einer entscheidenden Hinsicht macht Nürnberg Fortschritte – auch wenn noch Luft nach oben bleibt.

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Stabiler

In elf von 34 Partien – und damit in fast jedem dritten Spiel – kassierte der 1. FC Nürnberg in der Vorsaison drei oder mehr Gegentore. Insgesamt waren es am Ende 57 Treffer, die der FCN hinnehmen musste. Lediglich vier Zweitligisten waren in dieser Hinsicht schwächer. In der laufenden Hinrunde hat man sich diesbezüglich jedoch verbessert. „Ja, denke ich schon. Wir stehen defensiv weitestgehend stabil“, sieht Torhüter Jan Reichert eine positive Entwicklung.

Verbessert

Nicht nur die Anzahl der Gegentore (23) belegt einen verbesserten Club. Gestand man dem Gegner 2024/25 noch 1,62 Expected Goals pro Partie zu, sind es bislang lediglich 1,32. Laut dem Datenanbieter Wyscout ist der FCN mit kumuliert 22 xG gegen sich sogar das drittbeste Team der Hinrunde. „Ich glaube, gegen uns ist es nicht leicht, Tore zu schießen“, zeigt sich Reichert entsprechend zufrieden.

Nur zweimal

Das liegt auch daran, dass die Franken weniger Ausreißer in negativer Hinsicht zeigten. Lediglich bei den 0:3-Niederlagen gegen Hertha und in Magdeburg kassierte man drei Gegentreffer. Viermal waren es zwei Tore, die man dem Gegner ermöglichte. Warum es dennoch am Ende nicht zu mehr Punkten gereicht hat, liegt neben der Offensivausbeute auch daran, dass man erst zweimal zu Null spielte.

Punkte liegen lassen

Das wird lediglich von den beiden Ligaschlusslichtern aus Dresden und Fürth unterboten. „Es gibt natürlich trotzdem noch Verbesserungsbedarf“, weiß auch der Torhüter. So hätte man in den neun Partien, in denen man exakt ein Gegentor kassierte, die entscheidenden Situationen besser verteidigen können. Beispielsweise auf Schalke oder zu Hause gegen Kiel. Auch wenn man Gegentore im Nachhinein wohl so gut wie immer hätte verhindern können, fielen einige davon definitiv zu einfach, was letztlich wertvolle Zähler kostete.

Individuell stark

Insgesamt lässt sich in der Defensive dennoch eine Steigerung bei der Mannschaft von Miroslav Klose feststellen. Neben einer anderen Struktur, höherer Aktivität und engeren Abständen sind auch starke individuelle Leistungen dafür verantwortlich. So gewinnen die beiden Innenverteidiger Luka Lochoshvili und Fabio Gruber nicht nur über 60 % ihrer Luftduelle, sie gehören auch am Boden mit ihrer Zweikampfquote jeweils zu den zehn besten Innenverteidigern der Liga. Adam Markhiyev steht auf seiner Position sogar auf dem zweiten Rang.

Auch deshalb waren Leistungen wie die erste Halbzeit gegen Hannover, als man keinen Zugriff auf den Gegner bekam, an den ersten 17 Spieltagen eine Seltenheit. Und falls doch, konnte man sich oftmals auf Lochoshvili, Reichert und Co. verlassen.