FCN: Darum verabschiedete sich Emreli nach Derbysieg bei der Mannschaft

Über die Gründe, warum Mahir Emreli nach dem Sieg gegen Fürth nicht mit der Mannschaft feierte, besteht inzwischen Klarheit. Zuvor sendete Miroslav Klose noch ein Signal in Richtung des Stürmers.

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Party ohne Emreli: FCN mit Statement

Es war ein ausgelassener Sonntagnachmittag für den 1. FC Nürnberg. Mit Tim Janisch voran feierte die gesamte Mannschaft gemeinsam mit den Fans den furiosen 3:0-Heimerfolg über die SpVgg Greuther Fürth. Wobei einer bei den Feierlichkeiten doch fehlte: Mahir Emreli. Bekanntermaßen gab es in der jüngeren Vergangenheit die ein oder andere Ungereimtheit um seine Personalie, unter anderem seinen letztendlich gescheiterten Winter-Wechselwunsch. Nachdem der 27-jährige Angreifer infolge des Derbysieges nun sofort in der Kabine verschwand, schien der nächste Ärger vorprogrammiert.

Etwaigen Gerüchten über einen lustlosen Emreli schob der Verein nun mit einem offiziellen Statement via „X“ einen Riegel vor: „Mahir Emreli hat sich direkt nach Abpfiff des 274. Frankenderbys von der Mannschaft verabschiedet“, klingt es zunächst nach einem endgültigen Abschied des aserbaidschanischen Nationalspielers, hatte aber einen anderen Hintergrund: „[Er] ist nach vorheriger Absprache mit dem Trainerteam umgehend zum Flughafen gefahren, um rechtzeitig seinen Flug nach Aserbaidschan zu kriegen.“

Letztendlich führten also nur logistische Gründe dazu, dass Emreli nicht mit der Mannschaft feiern konnte. Denn der 51-fache Nationalspieler stand vor der Reise ins über 3.000 km entfernte Sumqayıt, wo er inzwischen angekommen ist und sich auf die Länderspiele gegen Haiti und Belarus vorbereitet.

Kloses Signal in Richtung Emreli

Auch wenn der gestikulierende Klose am vergangenen Sonntag stellenweise nicht immer mit der Positionierung von Emreli gegen den Ball zufrieden war, so war es doch ein Signal, dass er den Linksfuß überhaupt wieder in den Kader aufnahm und ihn in der 81. Minute – noch vor dem in der Vorwoche zurückgekehrten Sturmkollegen Dustin Forkel – einwechselte. Wäre das Tischtuch zwischen Emreli und Trainer oder Mannschaft komplett zerrissen, würde man sich wohl kaum bemühen, den Angreifer nach nur einem Kurzeinsatz in den vorherigen fünf Partien wieder zu integrieren.

Mahir Emreli und der 1. FC Nürnberg – es bleibt eine Achterbahnfahrt, die nun zumindest während der Länderspielpause etwas zur Ruhe kommen dürfte. Danach besteht weiterhin die Hoffnung, dass trotz der vergangenen Querelen eine erfolgreiche Zusammenarbeit für die Schlussphase der Saison möglich ist. Dass Emreli nach wie vor Feuer für den Club in sich trägt, ließ die 90. Minute vermuten, als er sich infolge eines Tacklings an der Seitenlinie lautstark in Richtung Tribüne abfeierte.