„Gute Transferphase“
Insbesondere nach dem geplatzten Pherai-Deal und dem ausbleibenden Neuzugang für die Offensive waren die Diskussionen rund um das Wintertransferfenster des 1. FC Nürnberg unter den Fans hitzig. Auch Sportvorstand Joti Chatzialexiou räumte im Interview auf FCN.de ein: „Sicherlich ist nicht alles aufgegangen, was wir uns vorgestellt haben“, blickt letztlich jedoch auf „eine gute Transferphase“ zurück.
In den Neuankömmlingen Rabby Nzingoula, Javier Fernandez und Styopa Mkrtchyan sieht der 49-Jährige sinnvolle Verstärkungen und nötige Reaktionen auf die Abgänge um Demba Diop in der Abwehr. Zudem betonte Chatzialexiou, künftig „Jungs wie beispielsweise Piet Scobel und Marko Soldić“ weiter stärken zu wollen.
Dass am Ende kein Offensivspieler verpflichtet wurde, begründet er einerseits mit der kurzfristigen Kehrtwende im Fall Immanuel Pherai. Andererseits habe der Markt offenbar keine passende Alternative hergegeben: „Von anderen Kandidaten waren wir schlussendlich nicht vollumfänglich überzeugt.“
„Stamm zusammenhalten“
Die viel diskutierte Leihe des FC-Bayern-Talents Javier Fernandez verteidigte Chatzialexiou zudem gegenüber der BILD: „Die Leute werden vielleicht im Sommer verstehen, wieso wir ihn geholt haben.“ Gleichzeitig räumte der ehemalige DFB-Funktionär ein, dass der 19-jährige Spanier nach seiner Verletzungshistorie „noch ein bisschen Anlaufzeit“ benötigen werde.
Mit Blick auf die kommende Transferperiode im Sommer erklärte der gebürtige Frankfurter auf FCN.de: „Ich glaube, wir haben noch Potenziale darin, künftig noch gezielter auf die Charakter- und Mentalitätsebene bei der Spielerauswahl zu schauen. Mein Wunsch ist es natürlich, im Sommer einen gewissen Stamm zusammenzuhalten.“
Verbesserungspotenziale mit Jamestown?
Auch zur Zusammenarbeit mit Jamestown äußerte sich Chatzialexiou und deutete an, dass es hier noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt: „Dennoch ist auch diese Zusammenarbeit ein laufender Prozess, an dem wir weiterarbeiten und den wir optimieren wollen.“ Der Vorteil liege darin, „eine deutlich größere Anzahl an Spielern direkt scannen“ zu können.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass auch Jamestown den deutschen Markt erst noch besser kennenlernen müsse: „Wir sind da also noch lange nicht am Ende.“ Unabhängig davon eröffne das datenbasierte Scouting jedoch den Zugang zu Märkten, in denen der Club bislang über keine eigenen Scouts verfüge.
Ob sich die als „gut“ bewertete Transferphase am Ende auch sportlich trägt, dürfte sich in an den verbleibenden 14 Spieltagen dieser Zweitligasaison zeigen.



