Positionsfremder Rechtsverteidiger
Dass die rechte Abwehrseite derzeit nicht als stabilste Position beim 1. FC Nürnberg gilt, war auch bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen Darmstadt 98 phasenweise wieder zu erkennen. Sowohl im Spiel mit als auch gegen den Ball wird immer wieder deutlich, dass der positionsfremd eingesetzte Tim Drexler eigentlich gelernter Innenverteidiger ist.
Sein Profil scheint für die anspruchsvolle Außenverteidigerposition in einem System mit Mittelfeldraute nicht optimal geeignet – anders als in der Rückrunde der Vorsaison, als er als rechter Halbverteidiger in einer Fünferkette stabile Leistungen zeigte.
Klose grundsätzlich zufrieden
Nichtsdestotrotz zeigt sich Miroslav Klose grundsätzlich zufrieden damit, wie die Mannschaft auf dieser Position aktuell mit Tim Drexler und Tim Janisch aufgestellt ist: „Auf die beiden Tims bezogen bin ich völlig fein und zufrieden damit“, so der Trainer, der im Training ein enges Duell auf Augenhöhe zwischen beiden Verteidigern beobachtet. Insofern könnte bald auch Janisch wieder seine Chance erhalten, wie aus den Aussagen des Trainers herauszuhören ist: „Der kratzt an dem Platz. Das haben wir auch mit Tim Drexler ganz klar besprochen.“
Dennoch „Luft nach oben“
Gleichzeitig weiß Klose, dass es noch Entwicklungspotenzial gibt: „Wir wissen, dass alle ihre Baustellen noch haben – offensiv wie defensiv“, was nach Ansicht des Weltmeisters von 2014 jedoch „völlig normal“ sei. „Ich will auch solche Spieler haben, die noch Luft nach oben haben, weil du nicht alles richtig machen kannst“, macht Klose deutlich, dass er genau an dieser Entwicklung arbeiten will.
Hoffen auf Koudossou-Comeback?
Trotzdem freut sich Klose grundsätzlich über die Rückkehr von Henri Koudossou, der lange verletzt fehlte und die Konkurrenzsituation weiter verschärfen könnte. Ein konkreter Zeitpunkt für dessen Comeback ist allerdings noch nicht abzusehen. Entsprechend bremste der Trainer die Erwartungen an den Leihspieler vom FC Augsburg, der zu Saisonbeginn als Rechtsverteidiger durchaus vielvsprechende Ansätze zeigte:
„Wir werden auch Henri die Zeit geben müssen. Wenn jemand so lange verletzt ist, wird er ein bisschen brauchen, um reinzukommen“, erwartet Klose eine gewisse Anlaufphase. Nichtsdestotrotz könnten die Qualitäten des 25-Jährigen der aktuellen Statik des FCN guttun – wenngleich es dafür offenbar weiterhin Geduld braucht.



