FCN-Abgang möglich? Große Sorge um Chaikhoun

Im Lager des 20-Jährigen wachsen die Sorgen um seine aktuelle Situation beim 1. FC Nürnberg.

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Foto: DO IT NOW Media

Kein passender Ersatz für Justvan?

Dass sich Julian Justvan derzeit nicht in Bestform befindet, wurde in den vergangenen beiden Spielen des 1. FC Nürnberg sichtbar. Nachdem der 27-Jährige in der Hinrunde nur ein einziges Mal vor der 84. Minute ausgewechselt wurde, musste er bei der 0:2-Niederlage in Darmstadt sowie beim 1:1 gegen Preußen Münster bereits in der 76. beziehungsweise 72. Minute vom Feld – obwohl seine Mannschaft jeweils noch Tore benötigte.

Umso überraschender war es gegen Münster, dass ihn mit Neuzugang Rabby Nzingoula ein Spieler ersetzte, dessen Stärken klar eher im defensiven als im offensiven Bereich liegen.

Nackenschlag für Chaikhoun

Ein Spieler, der für Miroslav Klose als Justvan-Ersatz bislang offenbar überhaupt nicht infrage kommt, obwohl er grundsätzlich das passende Profil mitbringen würde, ist Ayoub Chaikhoun. Nachdem der technisch versierte Rechtsfuß zu Saisonbeginn noch im DFB-Pokal gegen Illertissen sowie im Hinspiel in Münster in der Startelf stand, wartet er seitdem auf seine nächste Einsatzminute bei den Profis. Stattdessen kam der 20-Jährige seither lediglich achtmal für die Zweitvertretung in der Regionalliga Bayern zum Einsatz und zeigte dabei bspw. beim 3:0-Sieg bei der U23 des FC Bayern ansprechende Leistungen.

Der letzte Spieltag bedeutete für den Sommerneuzugang aus der Jugend von Eintracht Frankfurt einen weiteren Nackenschlag. Der erst 16-jährige Marko Soldić, den Klose eigentlich behutsam aufbauen möchte, erhielt sogar den Vorzug im 20-Mann-Kader. Entsprechend soll nach CLUBFOKUS-Informationen im Umfeld von Chaikhoun die Unzufriedenheit über die eigene Situation deutlich wachsen, nachdem laut BILD vor Rückrundenbeginn Gespräche zwischen Sportvorstand Joti Chatzialexiou und dem Management des Spielers ergeben hatten, dass ein Winterwechsel kein Thema sei.

Keine guten Aussichten – Abgang möglich?

Angesichts inzwischen 17 Pflichtspielen ohne Einsatzminute soll man die aktuelle Lage weiterhin kritisch hinterfragen. Zumal sich Chaikhouns Perspektive mit Blick auf die Rückrunde eher weiter verschlechtern könnte: Die Transfers im zentralen Mittelfeld – insbesondere des bereits feststehenden Javier Fernandez und des sich anbahnenden Immanuel Pherai – würden den Konkurrenzkampf nochmals verschärfen. Insofern wäre sogar ein Abschied aus Nürnberg denkbar, um die nötige Spielpraxis auf Profi-Niveau zu erhalten, sollte dies beim Club nicht möglich sein.

Keine Leihe möglich?

Problematisch ist dabei allerdings: Der FCN soll die Kapazitäten für Inlandsleihen bereits ausgeschöpft haben, eine Leihe ins Ausland nicht im Interesse des Youngsters sein. Ein fester Transfer wird von Vereinsseite derzeit wohl ebenfalls ausgeschlossen. Entsprechend wachsen die Sorgen um Chaikhouns sportliche Zukunft weiter.

Bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation von Ayoub Chaikhoun in den kommenden Wochen entwickelt. Fest steht jedoch schon jetzt, dass die aktuelle Lage aus Spielersicht alles andere als zufriedenstellend ist – und eine baldige Besserung derzeit nicht in Sicht ist.