FCN-Abgang: Knoche kann Klose-Entscheidung „nicht nachvollziehen“

Der ehemalige Innenverteidiger des 1. FC Nürnberg verrät, wie lange sein Vertrag noch gelaufen wäre.

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Foto: DO IT NOW Media

Knoches FCN-Abgang

Unmittelbar vor Beginn des 20. Spieltags in der 2. Bundesliga wurde am Freitagvormittag der Wechsel von Robin Knoche vom 1. FC Nürnberg zu Arminia Bielefeld bekannt. Nach anderthalb Jahren und 45 Einsätzen verließ der 33-jährige Innenverteidiger den Club, obwohl sein Vertrag noch länger gelaufen wäre als bislang angenommen: „Ich hätte noch anderthalb Jahre in Nürnberg gehabt. Mir war es aber wichtig, zu spielen“, erklärte Knoche seinen Abgang gegenüber der Neuen Westfälischen.

Knoche-Debüt in der Viererkette

Nur zwei Tage später feierte Knoche bereits sein Startelfdebüt in der Abwehrreihe der Arminia beim 1:1-Unentschieden bei Dynamo Dresden. DSC-Trainer Mitch Kniat bescheinigte seinem Neuzugang eine „sehr gute“ Leistung. „Für das erste Spiel war es sehr ordentlich“, zeigte sich auch Knoche selbst zufrieden.

Die Umstellung von der Fünfer- auf die Viererkette – einer der Gründe, warum er beim FCN zuletzt kaum noch zum Zug kam und die nun ausgerechnet in seinem Arminia-Debüt erfolgte – bereitete ihm dabei keine Probleme: „Mir ist es egal. Du musst so oder so hart verschieben, den Mitspieler sichern und am Gegner dran bleiben. Im Endeffekt geht es darum, dein Tor zu verteidigen.“

Knoche kann Entscheidung „nicht nachvollziehen“

Rückblickend auf seine letzte Zeit in Nürnberg machte Knoche keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit mit der Rolle als Reservist: „Jeder kann sich vorstellen, dass ich mit meiner Rolle nicht zufrieden war.“

Dass er unter Miroslav Klose in dieser Saison vom Stammspieler zum Bankdrücker wurde, konnte er trotz professioneller Haltung nur bedingt verstehen: „Das ist die Entscheidung des Trainers gewesen, die ich zwar nicht nachvollziehen konnte, aber akzeptiert habe.“

Hoher Stellenwert trotz Bankrolle

Trotz seines Bankplatzes als Kapitän genoss Knoche innerhalb der Mannschaft weiterhin hohes Ansehen. Das bestätigte auch sein ehemaliger Teamkollege Jan Reichert am Freitagabend nach dem 1:1 des FCN gegen Preußen Münster: „Er war immer für uns da, hat uns gepusht, hat nie den Miesepeter gespielt und im Training immer richtig gute Leistungen gezeigt“, lobte der Torhüter und bezeichnete Knoches Abgang als „sehr schade“.

„Der will nur spielen. Deswegen haben wir dem zugestimmt“, konnte Klose den Wunsch Knoches nach mehr Spielzeit und dementsprechend eines Vereinswechsels aber nachvollziehen.

Auf Anhieb Führungsrolle?

Nun gilt es für Robin Knoche, sich dem Abstiegskampf mit Arminia Bielefeld zu stellen – und dort möglichst schnell eine ähnliche Führungsrolle einzunehmen wie zuvor beim 1. FC Nürnberg: „Ich versuche es zumindest, bis mich wer einbremst. Aber ich glaube, dass es auch von mir erwartet wird. Es ist auch der Anspruch an mich selbst“, zeigt sich der erfahrene Abwehrspieler bereit, sofort Verantwortung zu übernehmen.