FCN: 7 Tore in 8 Wochen – Nach Scobel knipst nun auch Kusanovic

Der nächste Nachwuchsstürmer des 1. FC Nürnberg kommt immer besser in Form.

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Scobel regelmäßig bei FCN-Profis

Mit einer beeindruckenden Quote von elf Toren und fünf Vorlagen in 16 Spielen konnte sich U23-Stürmer Piet Scobel nach und nach für die Profis des 1. FC Nürnberg empfehlen. So stand der 20-jährige Mittelstürmer beim 2:0-Heimsieg über Arminia Bielefeld bereits das dritte Mal in Folge im Spieltagskader der 2. Bundesliga. Das bedeutete allerdings auch, dass die Zweitvertretung des Clubs nun schon zum zweiten Mal in Folge auf die Dienste ihres Top-Torjägers verzichten musste.

Kusanovic als Scobel-Vertreter

Umso besser, wenn in Scobels Abwesenheit bereits der nächste Stürmer ins Rampenlicht rückt. Beim 2:0-Sieg über den FC Memmingen stürmte Tino Kusanovic für die U23 – und trug sich mit seinem Treffer zum Endstand in die Torschützenliste ein. Ein Vorgang, der sich beim 17-jährigen Talent, das in der Vergangenheit u. a. schon vom FC Bayern umworben gewesen sein soll, langsam zur Routine entwickelt. Denn für den Kroaten war es bereits der siebte Treffer in den letzten acht Wochen.

Kein Mittelstürmer, der nur auf Bälle wartet, sondern auch selbst aktiv wird. Mit Tempo, Technik und Spielintelligenz bringt Kusanovic vieles mit.

Torriecher bei U17-WM

Und das, obwohl Kusanovic in den vier Spielen zuvor für die U23 ausfiel. Der Grund dafür war seine Teilnahme an der U17-Weltmeisterschaft in Katar, wo der 17-jährige Nürnberger seinen Torriecher unter Beweis stellte: In drei von vier Partien traf er für die kroatische Auswahl jeweils einmal. Selbstvertrauen holte sich der Youngster unmittelbar vor dem Turnierbeginn, als er in zwei von drei Regionalliga-Einsätzen sowie in einem Jugendnationalmannschaftstestspiel traf.

Knoten geplatzt

Entscheidend für seinen aktuellen Lauf ist seine neu gewonnene Effizienz – wie man sie bereits aus der U17-Vorsaison kennt, als er 27 Tore in 23 Einsätzen erzielte. In dieser Saison brauchte Kusanovic für die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf allerdings zunächst zehn Spiele und 18 Abschlüsse, bis der Ball Ende September erstmals im Netz zappelte. Doch seitdem läuft es für den umtriebigen Offensivspieler: Sieben seiner letzten 20 Schussversuche für Verein und Verband fanden den Weg ins Tor – eine starke Chancenverwertung von 35%. Aus Chancen für statistisch 3,7 erwartbare Tore (xG) machte der 1,87-m-große Rechtsfuß fast das Doppelte.

Aktiver Kusanovic

Dass es bei Kusanovic nur eine Frage der Zeit sein würde, bis der Knoten platzt, ließ sich jedoch schon vorher erahnen. Immer wieder brachte er sich mit cleveren Laufwegen – vor allem in die Tiefe – in gute Positionen und war auch darüber hinaus stets ein echter Aktivposten. Werte wie 3,1 direkte Schussbeteiligungen, 4,4 Ballaktionen in der gegnerischen Box und 5,1 Läufe mit Ball bzw. Dribblings pro 90 Minuten bei einer starken Erfolgsquote von 66% unterstreichen das.

Kusanovic steht nun bei drei Toren nach 13 Einsätzen in der Regionalliga Bayern.

Zwei Spiele bis Winterpause

Wolf dürfte es freuen, dass nach der Abwesenheit von Top-Torschütze Scobel nun Kusanovic immer besser in Form kommt und regelmäßig trifft. Und auch Miroslav Klose wird die Entwicklung eines der vielversprechendsten Talente des Club-Nachwuchses genau verfolgen. In diesem Kalenderjahr hat Kusanovic mit den Spielen gegen Wacker Burghausen und beim FC Bayern II noch zwei Möglichkeiten, seine aktuell gute Torquote weiter auszubauen, ehe die U23 in eine fast dreimonatige Winterpause geht.