Überraschende Leihe vom FCB zum FCN
Etwas irritiert zeigte sich so mancher Fan darüber, dass der 1. FC Nürnberg im Winter die Leihe von Javier Fernandez vom FC Bayern München bis Saisonende bekanntgab. Zwar gilt der 19-jährige Spanier als großes Talent, war jedoch aufgrund von Verletzungen fast ein Jahr außer Gefecht und verfügt zudem noch über keinerlei Profi-Erfahrung. Insofern stellt sich die Frage, inwiefern der Mittelfeldspieler in dieser Rückrunde eine ernsthafte Alternative für den Club werden kann.
Noch keine Option gegen den KSC
Umso mehr nach dem 5:1-Heimsieg über den Karlsruher SC: Fernandez stand bereits zum zweiten Mal in Folge im Kader, kam jedoch erneut nicht zum Einsatz – und das, obwohl Trainer Miroslav Klose im zentralen Mittelfeld mit Finn Becker und Rafael Lubach zwei Spieler ersetzen musste. Dass die erfahreneren Tom Baack und Rabby Nzingoula das Duo in der Startelf ersetzten, dürfte dabei keine allzu große Überraschung gewesen sein.
Doch selbst als Einwechselspieler schien Fernandez noch keine Option. Stattdessen brachte Klose den 19-jährigen Ayoub Chaikhoun sowie den 16-jährigen Marko Soldic, die – wie der Trainer bestätigte – in der Hierarchie vor ihm stehen:
„Ich habe in der Kabine mit Javi gesprochen“, so Klose nach dem KSC-Spiel. „Seine Zeit wird kommen. Ich sehe das im Training, ich habe jetzt zwei Wochen zugeschaut. Er versprüht das, was ich will: dass er auf jede Minute lauert. Und die wird kommen. Da bin ich überzeugt davon“, stellt der 47-Jährige dem Youngster Einsätze in Aussicht.
Zunächst nur Alternative Nummer sieben
Aktuell scheint sich Fernandez im Mittelfeld zunächst hinter Becker, Lubach, Soldic, Baack, Nzingoula und Chaikhoun einordnen zu müssen – also hinter gleich sechs Spielern. Dass er angesichts seines erst vor zwei Wochen erfolgten Transfers in der Rangordnung zunächst hinten ansteht, wirkt logisch und wenig überraschend.
Ob Javier Fernandez in dieser Rückrunde über vereinzelte Kurzeinsätze hinauskommen und regelmäßig Spielpraxis sammeln wird, erscheint angesichts der aktuellen Konstellation jedoch noch fraglich – wenngleich man beim 1. FC Nürnberg große Stücke auf ihn hält. „Die Leute werden vielleicht im Sommer verstehen, wieso wir ihn geholt haben“, kündigte Sportvorstand Joti Chatzialexiou kürzlich in der BILD an.
Zuzutrauen ist es dem talentierten Mittelfeldspieler allemal, sich in den kommenden Wochen in der Rangordnung Schritt für Schritt nach vorne zu spielen.



