„Ein bisschen Schiss“: Ex-FCN-Supertalent über seine Zeit in Nürnberg

Der 24-Jährige über Klose, Druck im Stadion – und seinen Neuanfang in Homburg.

Supertalent

Immerhin zu vier Einwechslungen kam er in der abgelaufenen Zweitligasaison beim 1. FC Nürnberg. Zwischenzeitlich lobte ihn FCN-Trainer Miroslav Klose als „Supertalent“. Den Wechsel ins Frankenland – und damit erstmals von zu Hause weg – vollzog der gebürtige Wormser 2022 auch in der Hoffnung auf Einsatzzeit bei den Profis. „Sportlich gesehen habe ich mich dafür entschieden, weil ich dachte, vielleicht auch noch in die erste Mannschaft zu kommen“, verriet Simon Joachims auf dem YouTube-Kanal des FC 08 Homburg, zu dem er im Sommer nach drei Jahren Nürnberg wechselte.

Schritt zu hoch?

Trotz des Lobes von Klose sollte Joachims der Durchbruch in der 2. Bundesliga am Ende nicht gelingen. „Es ist schon ungewohnt auf jeden Fall, weil erst mal alles so groß erscheint“, fremdelte er zunächst mit den Umständen. Auch auf dem Feld machten sich die Unterschiede zur Regionalliga Bayern, in der er zuvor Leistungsträger der FCN-U23 war, bemerkbar: „Im Stadion, vor allem wenn viele Zuschauer da sind, und man verliert den Ball, dann geht schon mal ein Raunen durch das Stadion.“

Der 24-Jährige spricht sogar davon, dass man dabei „schon ein bisschen Schiss“ bekommt. „Aber wenn man hingegen einen guten Zweikampf hat, ist es umso schöner, dass so viele Leute hinter einem stehen“, verbindet er zugleich positive Erinnerungen an seine Kurzeinsätze.

Klose-Vergangenheit

Im Sommer – nach seinem Ende beim Club – trainierte Joachims zunächst in Aachen mit, wechselte aber letztlich in die Regionalliga Südwest nach Homburg. Im Alter von 20 Jahren lief auch Klose dort auf. „Ja, also ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er hat mir erzählt, dass er hier aus der Nähe kommt und hier in der dritthöchsten Liga gespielt hat“, berichtet Joachims über den Austausch mit seinem ehemaligen Trainer.

Angekommen

Mittlerweile scheint der laufstarke Mittelfeldspieler bei seinem neuen Verein angekommen zu sein. „Ich fühle mich von Tag zu Tag immer besser. Ich fühle mich wohl und das sieht man, denke ich, auch“, sagte er bereits im Oktober. Zwischenzeitlich musste er auf der Bank Platz nehmen, an den letzten drei Spieltagen stand er jedoch wieder von Beginn an auf dem Feld.

Mit seiner Mannschaft rangiert er derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und liegt nur drei Punkte hinter Rang drei. Der Rückstand auf Tabellenführer und damit den aktuell aufstiegsberechtigten SGV Freiberg beträgt jedoch bereits neun Zähler. In den Spielen mit Joachims in der Startelf holte Homburg 2,0 Punkte pro Partie, ohne ihn lediglich rund 1,2. Auf sein erstes Tor im neuen Trikot wartet der Rechtsfuß, dessen Vertrag laut transfermarkt.de bis 2027 läuft, allerdings noch.