Besser
Der 1. FC Nürnberg erlebte einen äußerst schwierigen Start in die Saison 2025/26. Dass aus den ersten Partien kaum Punkte geholt wurden, hatte mehrere Gründe. Einer davon war, dass der Kader zu diesem Zeitpunkt noch nicht komplett war. Seitdem das der Fall ist – und damit seit dem 5. Spieltag –, läuft es für den FCN deutlich besser.
Zwar konnte man nicht immer überzeugen und durchlief auch schwächere Phasen, dennoch rangiert der Club seit Anfang September auf Tabellenplatz sieben. In 14 Partien sammelte der FCN 24 Punkte – nur drei weniger als der Drittplatzierte aus Darmstadt und sogar sieben mehr als Hannover 96. In einer Tabelle ab dem 8. Spieltag läge man sogar auf Rang drei.
Vieles möglich
Dass Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou vom Kader der Franken überzeugt ist, überrascht wenig. Auch vor dem Rückrundenauftakt bekräftigte er dies bei Sky. „Mir war auch klar, dass Nürnberg nach einer schweren Anfangsphase in der Saison immer besser werden wird“, hatte auch Elversbergs Trainer Vincent Wagner nach dem Spiel lobende Worte für die Entwicklung und Qualität des Clubs übrig.
Entsprechend sprach der ehemalige Hoffenheimer von einem „ganz schweren Auswärtsspiel“ und hob auch im Nachgang die Fähigkeiten der FCN-Spieler hervor: „Auf der anderen Seite hat Nürnberg auch eine sehr, sehr gute Mannschaft und wird auch in der Rückrunde noch deutlich aufkommen.“ Er ist nicht der erste gegnerische Trainer, der sich ähnlich über die Klose-Elf äußert.
Viel Qualität
Auch ein Blick auf die Nürnberger Mannschaft zeigt, wie viel Qualität in ihr steckt. Natürlich hätte man Henri Koudossou gerne bald wieder zurück, könnte noch etwas Physis im Mittelfeld gebrauchen und fand in der Hinrunde im Sturm nicht immer eine Lösung. Dennoch dürfte sich jeder andere Zweitligist über einen defensiv fast schon unnachahmlichen Luka Lochoshvili ebenso freuen wie über den spielstarken Adam Markhiyev oder Tempodribbler Mohamed Ali Zoma. Ähnliches gilt für den Offensivdrang von Berkay Yilmaz, die Ruhe am Ball von Finn Ole Becker, die Entwicklung Rafael Lubachs oder die Kreativität von Julian Justvan.
Zieht man zudem das Spiel gegen Elversberg heran, in dem der Club nicht nur viel Qualität, sondern auch einen guten Matchplan und einstudierte Abläufe auf den Platz brachte, darf man auf eine positivere Rückrunde als Hinrunde hoffen. „Das wird schon in die Richtung nach oben gehen, da bin ich mir ziemlich sicher“, prognostizierte auch Wagner nach dem Spiel.



