Chatzialexiou will FCN-Kader zusammenhalten: „Nicht jeden verkaufen“

Nichtsdestotrotz kann der Sportvorstand des 1. FC Nürnberg Miroslav Klose kein Versprechen geben.

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Foto: DO IT NOW Media

Themen zwischen Klose und Chatzialexiou

Nachdem es sich schon lange angebahnt hatte, konnte der 1. FC Nürnberg in dieser Woche Vollzug melden: Der Vertrag von Trainer Miroslav Klose wurde verlängert. Obwohl es laut Sportvorstand Joti Chatzialexiou bereits seit einiger Zeit eine grundsätzliche Einigung über die weitere Zusammenarbeit gab, erfolgte die Unterschrift erst Monate nach den ersten Ankündigungen.

Wie Chatzialexiou vor dem 5:1-Heimsieg am Freitagabend über den Karlsruher SC erklärte, gab es zunächst „ein paar Themen“, die noch besprochen werden mussten: „Dafür haben wir uns Zeit gelassen.“ Dabei ging es neben der „Art und Weise, wie wir Fußballspielen“ vor allem um die Zusammenstellung des Kaders. Schließlich gab es unter Chatzialexious Amtszeit seit Sommer 2024 zahlreiche Kaderbewegungen, weshalb Klose zuletzt öffentlich anzweifelte, nachhaltig etwas aufbauen zu können.

„Nicht jeden verkaufen zu müssen“

„Ich möchte die Mannschaft auch so gerne wie möglich halten“, erklärte Chatzialexiou. Gleichzeitig bezeichnete er vergangenen Verkäufe als notwendig, um dem Club ein nun „anderes finanzielles Fundament“ zu ermöglichen.

„Wir sind ein Ausbildungsverein. Das weiß der Miro und er kennt die Ausrichtung. In der Vergangenheit war es so, dass wir gezwungen waren, zu verkaufen – sonst hätten wir den Laden vielleicht nicht mehr aufrecht erhalten können. Jetzt haben wir eine gewisse Flexibilität – wie weit diese Flexibilität geht, kann ich niemanden zusagen, auch nicht dem Miro. Aber das ist die Realität und Wahrheit.“

Durch die Transfereinnahmen habe man sich also Handlungsspielraum erarbeitet. Der FCN sei nun in der Position, „nicht jeden verkaufen zu müssen“. „Ob das gänzlich so kommen wird und wird vielleicht bei dem ein oder anderen Angebot nicht wiederstehen können – wie bei Caspar Jander – ist glaube ich normal, weil wir der Club sind und nicht in anderen Sphären.“

Höhere Schmerzensgrenze?

Wie genau die nun gefundene Einigung zwischen Klose und Chatzialexiou hinsichtlich der künftigen Kaderpolitik aussieht, bleibt Spekulation. Doch es deutet einiges darauf hin, dass der 1. FC Nürnberg die Schmerzensgrenze bei möglichen Ablösen für Stammspieler künftig noch höher ansetzen könnte als in vergangenen Transferperioden. Ein Ausblick, der Miroslav Klose angesichts seiner Vertragsverlängerung offenbar optimistisch in die Zukunft gehen lässt.