Überragender Lochoshvili
Nach dem jüngsten Leistungstief von Adam Markhiyev dürfte man wohl mit Fug und Recht behaupten können, dass Luka Lochoshvili der konstanteste Feldspieler des 1. FC Nürnberg in dieser Saison ist. Schon seit geraumer Zeit scheint ein Vorbeikommen für gegnerische Angreifer am georgischen Innenverteidiger kaum möglich. Das bestätigen auch seine eindrucksvollen Leistungsdaten. Laut Wyscout ist der 27-Jährige der einzige unter über 300 Spielern der 2. Bundesliga mit mindestens 600 Einsatzminuten, der gleichzeitig mindestens 77% seiner Defensivzweikämpfe und 60% seiner Luftduelle gewinnt.
Inzwischen auch Torjäger
Beim jüngsten 3:0-Heimsieg des FCN über den 1. FC Kaiserslautern reifte Lochoshvili zudem zum spielentscheidenden Torschützen. Jeweils nach einer Ecke markierte der A-Nationalspieler Georgiens mit dem 1:0 und dem 3:0 den Anfangs- und Schlusspunkt – und steht nun bereits bei vier Saisontoren. Nur zwei Innenverteidiger trafen ligaweit häufiger. Es dürfte daher nicht allzu fern liegen, dass solche Leistungen des erst im Sommer ins Frankenland gewechselten Doppelpackers auch das Interesse anderer Vereine wecken.
Zukunft beim FCN?
Nach seinem starken Auftritt gegen den FCK darauf angesprochen, ob er auch in der kommenden Saison beim FCN spielen werde, wollte Lochoshvili keine eindeutige Antwort geben: „Ich weiß es nicht. Jetzt bin ich auf Nürnberg fokussiert“, dürfte auch er sich der Mechanismen des Profifußballs bewusst sein – wenngleich er betonte, wie wohl er sich in Nürnberg fühle: „Ich liebe diesen Club, ich liebe die Fans und alle Menschen, die hier arbeiten. Ich respektiere jeden. Ich bin sehr glücklich. Ich bin nur auf die Liga konzentriert.“
„Bis ans Saisonende fokussiert“
Dass Lochoshvili bereits der 2. Bundesliga oder dem FCN entwachsen sei, möchte er nicht sagen: „Der Spieler ist niemals zu gut. Ich versuche, mein Bestes auf dem Platz zu geben.“ Stattdessen stellt er die Mannschaft in den Vordergrund, ohne die individuell starken Leistungen nicht möglich wären: „Ich bin dankbar für jeden.“ Bezüglich seiner Zukunft kann der Linksfuß nur kurzfristig nach vorne blicken: „Ich bin bis ans Saisonende fokussiert, um das Maximum herauszuholen und gute Ergebnisse zu holen.“
Schmerzgrenze entscheidend?
Sieben Spieltage bleiben dem 1. FC Nürnberg und Lochoshvili noch Zeit, um gemeinsame Erfolge zu feiern. Wie es danach weitergeht, scheint angesichts der starken Leistungen des Innenverteidigers offen. Dass sich der Spieler beim Club wohlfühlt und man wegen der verbesserten finanziellen Lage über mehr Spielraum verfügt, könnte die Chancen auf einen Verbleib erhöhen. Doch auch für Luka Lochoshvili dürfte es eine Schmerzgrenze geben.



