Beste Torquote der FCN-Herren: Skowronek köpft U23 zu Topspielsieg

Neunter Sieg in Folge – obwohl die U23 des 1. FC Nürnberg fünf Lizenzspieler ersetzen musste.

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Foto: FCN.de

Tabellenführung ausgebaut

Besser hätte der Jahresstart für die U23 des 1. FC Nürnberg kaum laufen können. Zum Restart in die Restsaison der Regionalliga Bayern besiegte die Wolf-Elf im Topspiel zwischen Erstem und Drittem die Würzburger Kickers knapp mit 1:0 und baute den Vorsprung auf die Unterfranken auf zehn Punkte aus. Die punktgleiche und zweitplatzierte SpVgg Unterhaching könnte mit einem Spiel weniger den Rückstand auf den Tabellenführer noch auf sieben Zähler verkürzen.

Einwechslungen: Eberle (28. Menig), Obiogumu (61. Koudossou), Kusanovic (61. Rau), Fuchs (77. Skowronek)

Starker Lisewski trotz unglücklichem Spielverlauf

Dabei war der Spielverlauf am Freitagabend im Max-Morlock-Stadion vor 1.500 Zuschauern alles andere als glücklich für die Zweitvertretung des FCN. Zunächst musste Kapitän Fabian Menig nach gut einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden. In der 52. Minute sah dann Eryk Grzwacz nach zwei Foulspielen berechtigterweise die Gelb-Rote Karte.

Dass man zu diesem Zeitpunkt nicht bereits zurücklag, lag insbesondere an Torhüter Robin Lisewski. Mit gleich mehreren starken Reflexen avancierte der 19-Jährige zum Erfolgsgaranten für seine Farben.

Skowroneks Topquote

Den goldenen Treffer erzielte Joel Skowronek in der 70. Minute. Eine Flanke des eingewechselten Uche Obiogumu verwertete der 1,90 Meter große Stürmer eiskalt per Kopf, worauf die Würzburger gegen eine tapfer verteidigende Defensive um Khalid Abu El Haija, Leo Eberle & Co in der Folge keine Antwort mehr fanden. Für den 20-Jährigen war es bereits der vierte Saisontreffer, obwohl er bislang nur etwas mehr als 400 Minuten auf dem Platz stand. Seine ersten drei Tore erzielte Skowronek noch zu Saisonbeginn allesamt im August.

Damit weist er mit rund 102 Minuten pro Tor die beste Quote unter den Herrenmannschaften des Clubs auf – sogar noch vor Piet Scobel, der durchschnittlich alle 132 Minuten für U23 oder Profis trifft. Etwas überraschend stand Skowronek vor Obiogumu und Kusanovic in der Startelf – womöglich, weil er mit seiner Körperlichkeit am ehesten den inzwischen bei den Profis etablierten Scobel ersetzen kann.

Ohne viele Lizenzspieler

Der knappe Sieg bedeutete für die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf bereits den neunten Erfolg in Serie, wodurch man weiterhin klar auf Meisterschaftskurs ist – wenngleich die Lizenz für einen Drittligaaufstieg nicht beantragt wurde.

Umso höher ist der Erfolg in diesem Topspiel – neben der 40-minütigen Unterzahl – zu bewerten, da man im Vergleich zum letzten Spiel vor der Winterpause mit Eric Porstner, Justin von der Hitz, Ayoub Chaikhoun, Moah Maboulou und Piet Scobel gleich fünf Lizenzspieler ersetzen musste. Dafür konnte Henri Koudossou nach langwieriger Knöchelverletzung 60 Minuten lang sein Comeback auf der rechten Schienenposition feiern.

Nächstes Topspiel

In der kommenden Woche muss die U23 des 1. FC Nürnberg zur SpVgg Ansbach, ehe es daraufhin zum nächsten Topspiel der Regionalliga Bayern kommt: Die SpVgg Unterhaching gastiert in zwei Wochen am Valznerweiher.