Kometenhaft
Als Nathaniel Brown vor eineinhalb Jahren vom 1. FC Nürnberg zu Eintracht Frankfurt wechselte, trauten ihm diese Entwicklung wohl nur die wenigsten zu. Zwar deutete er in seinen 40 Zweitligapartien für den FCN bereits sein Potenzial an, was danach passierte, war dennoch kaum abzusehen.
Mittlerweile ist der 22-Jährige nicht nur Nationalspieler Deutschlands und Stammspieler bei der SGE, sondern führte sein Team zuletzt sogar als Kapitän beim Auswärtsspiel in München auf das Feld. „Nicht, weil er zwei Tore erzielt hat“, erklärt sein Trainer Albert Riera die Wahl, nachdem Brown in dessen ersten beiden Partien jeweils traf. „Es ist, weil er 22 Jahre alt ist und ein großes Potenzial mitbringt – sogar mehr, als er denkt“, lobt der Spanier das Nürnberger Eigengewächs. Bei seinem ersten Auftritt mit der Binde am Arm unterlag sein Team am Ende knapp mit 2:3 beim Tabellenführer der Bundesliga.
Andere Rolle
Unter Riera läuft Brown mittlerweile nicht nur als „klassischer“ Linksverteidiger auf, sondern rückt im Ballbesitz häufig ins Zentrum auf die Sechserposition. „Daran wachse ich auf jeden Fall. Es ist etwas Neues. Es macht sehr, sehr viel Spaß, weil ich einfach öfter am Ball bin, mehr Aktionen habe“, gefällt Brown (via BILD) die neue Rolle.
Riera sieht beim gebürtigen Amberger „kein Limit“ und ist sicher, dass er sich weiterentwickeln kann: „Ich glaube, er kann jemand sein, der mit meiner Unterstützung noch besser werden kann.“
Viele Interessenten
Einem Bericht des englischen Online-Portals Caught Offside zufolge sollen Manchester United, der FC Arsenal, der FC Liverpool sowie der FC Barcelona und Manchester City Interesse am Linksfuß angemeldet haben. „Ich glaube, wir wissen alle, dass er einen ruhigen Charakter hat und bescheiden ist“, hofft sein Trainer auf einen Verbleib in Frankfurt. Für den FCN, dessen Weiterverkaufsbeteiligung 13 Prozent beträgt, wäre ein Verkauf hingegen finanziell lukrativ – zumal das Preisschild der Eintracht bei rund 65 Millionen Euro liegen soll.



