Abgeschlagenes Schlusslicht: Erschreckende FCN-Zahlen

Mit 13 Punkten befindet sich der 1. FC Nürnberg in der Rückrundentabelle auf Platz 17 - dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können. Der CLUBFOKUS blickt auf erschreckende Zahlen.

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Foto: FCN

Offensiv: abhängig von Einzelleistungen

9 der 15 Nürnberger Rückrundentore erzielte Can Uzun – häufig durch Situationen, die nicht zur Kategorie „Großchancen“ zählen, sondern durch technisch starke Abschlüsse aus der Distanz. Seit Uzun nicht mehr performt, lahmt die gesamte Cluberer Offensive. 160 Abschlüsse in der Rückrunde bedeuten Platz 18 (Ligaschnitt 196). Zu selten kommt der FCN zudem in die gegnerische Box, unter anderem weil man entscheidende 1-gegen-1-Situationen nicht für sich entscheiden kann. In der Folge sind auch die 92 Abschlüsse von innerhalb des Strafraums der schwächste Wert der Liga. Wenig überraschend, dass in der Gesamtkonsequenz auch die FCN-Anzahl der Expected Goals den schwächsten Wert der Liga bedeuten. Mit 17xG liegt man 7 Treffer unter dem Rückrundenschnitt der Zweitligisten, der sich bei 24 xG befindet.

Defensiv: passiv & nicht kompakt

Eine schwache Offensive lässt sich durch eine gute Defensive ausgleichen. Wenig überraschend aber, dass aber auch die Nürnberger Defensiv-Werte nicht gut sind. Dass sie so schlecht sind, ist hingegen alarmierend. 260 gegnerische Abschlüsse und damit über 17 pro Spiel ließ die Fiél-Elf in 2024 bislang zu – bedeutet im Ligavergleich Platz 18. Ebenfalls auf dem letzten Rang steht der FCN bei den gegnerischen Abschlüssen von innerhalb des Strafraums, also derer aus gefährlichen Situationen. Innerhalb des eigenen Sechzehners konnte der Gegner bis dato 180 mal abschließen und damit in etwa doppelt so häufig wie der FCN selbst. Um die Probleme zahlentechnisch endgültig abzurunden, genügt ein Blick auf die zugelassenen Expected Goals. Und – wie hätte es anders sein können – auch hier ist der FCN mit über 29 zugelassenen xG das Schlusslicht der Liga.

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Anhäufung von Problemen

Genauso wenig, wie sich die Nürnberger Misere auf eine Einzelperson festlegen lässt, lässt sich die seit Wochen andauernde Krise auf ein einzelnes Problem im Spiel festlegen. Und genau das macht Sorgen. Offensiv kam man bis vor ein paar Wochen noch häufig in das letzte Drittel und scheiterte erst dort. In den letzten beiden Partien war selbst hiervon wenig zu sehen. Im Spiel gegen den Ball ist es derzeit nicht möglich, gegnerische Abschlüsse zu minimieren. Schafft man es, gegnerische Hereingaben besser zu verteidigen, ist man im Zentrum vor der Abwehr komplett blank. Schließt man das Zentrum besser, kann die andere Mannschaft auf den Außenpositionen nach Belieben schalten und walten. Ein Glück, dass man bereits 37 Punkte auf dem Konto hat.


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1 Kommentar

  1. Das ist wirklich erschreckend. Warum spielen wir nicht wenigstens konsequent mit zwei Sechsern? Damit bekämen wir vielleicht den Raum vor dem eigenen Strafraum besser geschlossen.

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