U23 trotzt zwei Niederlagen
Nach zwei Niederlagen in Serie sah es kurzzeitig so aus, als würde die U23 des 1. FC Nürnberg ihre zwischenzeitlich komfortable Tabellenführung verspielen. Doch mit zwei 1:0-Siegen in Folge schlug die Wolf-Elf zurück. So beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SpVgg Unterhaching wieder drei Punkte – und das, obwohl der kleine Club noch ein Spiel in der Hinterhand hat und somit wieder auf sechs Punkte davonziehen könnte.
Formstarker Lisewski
Ein wesentlicher Faktor dafür, dass für alle drei Siege in diesem Kalenderjahr jeweils ein einziger Treffer genügte, ist Torhüter Robin Lisewski. Auch beim jüngsten 1:0-Erfolg bei der Zweitvertretung des FC Augsburg gab der 20-Jährige einmal mehr eine sichere Figur ab.
So musste der gebürtige Pole im Rosenaustadion gleich sechsmal eingreifen, teilweise mit spektakulären Paraden. Auch seine Strafraumbeherrschung überzeugte: Gleich siebenmal – Höchstwert an diesem Spieltag – verließ er laut Wyscout seine Linie, um hohe Bälle oder Flanken abzufangen.
Sieben von neun Spielen ohne Gegentor
Für Lisewski bedeutete der Sieg in Augsburg bereits das zehnte Spiel ohne Gegentor bei 20 Einsätzen in dieser Saison. Noch beeindruckender ist seine Quote allerdings seit Anfang November.
Seitdem stand der Sommerneuzugang aus der Jugend von Borussia Dortmund neunmal in der Regionalliga Bayern im Tor und blieb siebenmal ohne Gegentor – eine starke Quote von 78%.
Lisewskis starke Daten
Dass dazu nicht nur das Unvermögen der gegnerischen Stürmer beitrug, zeigt ein Blick auf die Statistik. Auf Grundlage der Abschlussqualität (Expected Goals on Target) hätte Lisewski in diesem Zeitraum rund elf Gegentore kassieren müssen. Tatsächlich waren es jedoch nur vier – bei den beiden 0:2-Niederlagen gegen die SpVgg Unterhaching und Ansbach.
Heißt: Lisewskis Paraden verhinderten rund sieben Gegentore.
Wird die U23 Meister?
In Verbindung mit den oftmals gut verteidigenden Vorderleuten bringt die U23 des 1. FC Nürnberg also genau das mit, was es für eine Meisterschaft braucht: eine stabile Defensive, die auch dank ihres Torhüters in 24 Spielen nur 25 Gegentore kassierte und bereits fünfmal mit 1:0 siegte.
Zwar steht mit zehn Spielen innerhalb von sechs Wochen – inklusive sechs Auswärtsspielen – ein anstrengendes Restprogramm an. Doch aktuell stehen die Chancen gut, dass die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf tatsächlich Meister der Regionalliga Bayern werden könnte.



