So wenig Einsatzzeiten wie beim FCN
Aufgrund fehlender Einsatzzeiten verließ Sommerneuzugang Semir Telalovic den 1. FC Nürnberg bereits in der vergangenen Wintertransferperiode wieder und schloss sich leihweise Ligakonkurrent Arminia Bielefeld an. Doch auch dort sind seine Spielminuten inzwischen wieder auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Nach drei Startelfeinsätzen direkt nach seinem Wechsel saß der 26-Jährige in den letzten sieben Spielen jeweils auf der Bank und wurde nie vor der 76. Minute eingewechselt.
Insofern sind seine Einsatzminuten nach zehn Spieltagen der Rückrunde mit Arminia im Vergleich zu den ersten zehn Spieltagen der Hinrunde beim FCN kaum höher – nämlich lediglich um neun Minuten.
Doppelpack im Testspiel
Beim Testspiel gegen den kommenden Gegner des FCN, Eintracht Braunschweig, durfte sich Telalovic nun aber nach langer Zeit wieder für die Arminia beweisen. Beim 4:1-Sieg stand der Stürmer nicht nur in der Startelf, sondern traf sogar doppelt und leitete ein weiteres Tor mit ein.
Auch darüber hinterließ der Leihspieler einen guten Eindruck, war viel unterwegs, bot gute Laufwege an und überzeugte mit seinem Passspiel. Allesamt Eigenschaften, die man aus seiner Zeit beim SSV Ulm kennt, die er aber sowohl in Bielefeld als auch in Nürnberg bislang nur selten zeigen konnte. Nach 16 Ligaeinsätzen wartet Telalovic weiterhin auf seinen ersten Scorerpunkt in dieser Saison, nachdem er in der Vorsaison noch zwölf Tore erzielte.
FCN-Rückkehr äußerst wahrscheinlich
Angesichts seines guten Auftritts im Testspiel könnten sich seine Chancen erhöht haben, unter Trainer Mitch Kniat wieder mehr Einsatzzeiten zu erhalten, als es zuletzt mit nur 71 Minuten seit Anfang Februar der Fall war.
Dass Telalovic nach der Saison zunächst wieder zum 1. FC Nürnberg zurückkehrt, gilt als äußerst wahrscheinlich. Schließlich gibt es aktuell nur wenige Argumente dafür, warum Arminia Bielefeld die kolportierte Kaufoption von 850.000 Euro ziehen sollte.
Doch noch bleiben sieben Spieltage Zeit für Semir Telalovic, um sein Können zu zeigen und den akut abstiegsbedrohten Ostwestfalen beim Klassenerhalt zu helfen.



