„Trainereffekt“ beim FCN – Ende einer langen Negativserie in der 2. Bundesliga

Der 1. FC Nürnberg konnte ein Dauerthema endlich beenden.

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Foto: DO IT NOW Media

Trainereffekt mit zwei Siegen

Obwohl beim 1. FC Nürnberg gar kein Trainerwechsel stattfand, könnte man im Nachgang der beiden wichtigen Siege über den 1. FC Kaiserslautern und Holstein Kiel dennoch von einem „Trainereffekt“ sprechen. So tat dies zumindest Tom Baack mit einem Augenzwinkern nach dem jüngsten 3:0-Heimsieg über den FCK. Damit spielte der 27-Jährige auf den Neuzugang im Trainerteam, Matthias Kreutzer, an, der seit kurz vor dem 3:2-Sieg in Kiel Miroslav Klose assistiert und demzufolge persönlich auf eine blitzsaubere Bilanz von zwei Siegen blicken kann.

Negativserie beendet

Doch nicht nur die beiden Siege ließen Baack diese Anspielung machen, sondern vielmehr das Ende einer langen Negativserie in der 2. Bundesliga, das der formstarke Achter – nicht ganz ernst gemeint – mit Kreutzer in Verbindung brachte: „Wenn es jetzt dazu führt, dass wir auf einmal Eckentore machen, dann können sie noch einen holen“, scherzte Nürnbergs Nummer Fünf. Tatsächlich gelang es dem FCN durch den Doppelpack von Luka Lochosvhili erstmals seit dem fünften Spieltag, Tore nach Ecken zu erzielen. Das Ende einer 21 Spiele anhaltenden Durststrecke, die in dieser Saison der 2. Bundesliga beispiellos war und auch innerhalb der Mannschaft immer wieder Thema wurde.

Erstmals seit 2020

„Das ist natürlich auch bei uns in der Kabine Thema, weil wir jedes Spiel sagen: vielleicht fällt heute mal einer runter. Nach dem Spiel habe ich auch scherzhaft gesagt: Trainereffekt“, gab Baack nach der Partie zu. Dass es dann gleich zwei Tore nach Eckbällen in einem Spiel wurden, ist auch mit Blick auf die längere Vergangenheit des Clubs eine große Seltenheit. Denn dies gelang laut DFL-Daten letztmals zum Ende der Saison 2019/2020 beim 6:0-Erfolg über Wehen Wiesbaden am 32. Spieltag.

Standards als Dosenöffner

Wenn es nach Baack geht, soll es künftig nicht wieder 21 Spieltage dauern, bis die Franken nach einem Eckball treffen: „Wir müssen uns da auf jeden Fall verbessern, weil wir jedes Spiel fünf bis sechs Ecken mindestens haben. Wenn die Bälle gut kommen und wir ein richtig gutes Einlaufverhalten haben, sind das einfach Waffen. Gerade in der Liga müssen wir das noch besser ausnutzen.“ Tatsächlich zeigte auch das FCK-Spiel, wie wichtig Standards sein können. Denn trotz eines sehr starken spielerischen Auftritts brauchte es dennoch Treffer nach ruhenden Bällen. „Heute hat es zum Glück zum Dosenöffner geführt“, hob Baack hervor.

Guter Start für Kreutzer

Auch wenn Matthias Kreutzer künftig bei Standards mitwirken soll, darf er sich den jüngsten Erfolg noch nicht auf die Fahne schreiben, da er laut Klose erst nach diesem Spiel damit beginnt, Standards mit der Mannschaft zu trainieren. Doch auch unabhängig davon war der Start des neuen Co-Trainers beim 1. FC Nürnberg gelungen.