„Noch nie einen verdienteren Sieg gesehen“ – FCN lässt FCK keine Chance

Der 1. FC Nürnberg lieferte eine selten überzeugende Leistung, wie Stimmen und Zahlen bekräftigen.

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Foto: DO IT NOW Media

Hochverdienter FCN-Sieg gegen FCK

Nicht nur die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschte beim 3:0-Heimsieg des 1. FC Nürnberg über den 1. FC Kaiserslautern. Denn auch die Art und Weise, wie der vor diesem Spieltag sieben Punkte schlechtere FCN die Roten Teufel beherrschte, war in dieser Form nicht zu erwarten. Insofern spiegelten sich die Kräfteverhältnisse an diesem Samstagnachmittag auch in der Statistik wider. Mit 2,7 zu 0,3 Expected Goals und 19:5 Abschlüssen – der letzte der Gäste erfolgte in der 47. (!) Spielminute – hätten die Zahlen kaum besser zum Spielverlauf passen können.

Entsprechend „stark frustriert“ war FCK-Trainer Torsten Lieberknecht nach der Partie am Sky-Mikrofon, laut dessen Einschätzung auf Seiten seiner Mannschaft „alles gefehlt“ habe. All das, was er auf der anderen Seite beim 1. FC Nürnberg gesehen habe: „Ich habe noch nie einen verdienteren Sieg gesehen wie heute vom 1. FC Nürnberg.“ Demnach sei der Club „in allen Belangen einfach stärker“ gewesen.

FCN als intensive Einheit

Als Beispiel führte Lieberknecht in der Sportschau die Intensität an: „Vor allen Dingen in der Bereitschaft, ein hohes Energielevel zu fahren, waren sie uns in allen Belangen überlegen.“ Auch hier zeichneten die Zahlen ein klares Bild: Die Nürnberger spulten rund vier Kilometer mehr ab und absolvierten sogar 72 intensive Läufe mehr als die Pfälzer. „Jeder hat für den anderen gekämpft“, empfand auch Julian Justvan, der bis zu seiner Auswechslung die zweitmeisten Sprints auf dem Platz hinter dem form- und laufstarken Tom Baack anzog.

Zu einer ähnlichen Einschätzung wie Lieberknecht und Justvan kam auch Miroslav Klose: „Die Energie, die das Stadion heute ausgestrahlt hat und die Mannschaft auf dem Platz – das war eine Einheit und Geschlossenheit“, führte der FCN-Trainer vor allem in der Sportschau an und sah seine Mannschaft selten so stark in Luft- und Bodenzweikämpfen.

Klose will nachlegen

Nach diesem selten überzeugenden Sieg hofft Klose nun, mit seiner Mannschaft weitere Schritte machen zu können: „Ich hoffe, dass wir mit den zwei Siegen hintereinander noch eins drauflegen können.“ Allerdings frühestens in zwei Wochen beim Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig. Schließlich steht nun eine Länderspielpause an, bevor der 1. FC Nürnberg angesichts von zumindest vorübergehend zehn Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 einigermaßen entspannt in die letzten sieben Spieltage gehen kann. Glückwünsche zum Klassenerhalt nimmt Klose dennoch noch nicht an: „Nein, das wäre Quatsch“, will er offenbar keinen Deut nachlassen.