Lieberknecht sieht beim FCN eine „Top-Mannschaft“

Drei Spieler hebt der FCK-Trainer aus einer „sehr homogenen Mannschaft“ hervor – und lobt das Vertrauen in Miroslav Klose.

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Foto: DO IT NOW Media

Nürnberger Wellentäler

Beim 1. FC Nürnberg ist die fehlende Konstanz immer wieder ein Thema. Gute und weniger gute Phasen wechseln sich seit längerer Zeit ab. „Sie haben schon auch ihre Wellentäler in dieser Saison gehabt“, analysiert auch Torsten Lieberknecht, Trainer des kommenden FCN-Gegners aus Kaiserslautern.

Stabilisiert

Der 52-Jährige erkennt beim Club im Saisonverlauf jedoch klare Fortschritte. Ausschlaggebend sei für ihn, dass Nürnbergs Trainer Miroslav Klose trotz zwischenzeitlich ausbleibender Ergebnisse nicht entlassen wurde, sondern im Saisonverlauf sogar seinen Vertrag verlängerte: „Sie haben Stabilität bekommen, da sie allen Verantwortlichen – und vor allem dem Trainer – den Rücken gestärkt haben und ihm das Vertrauen schenken, weiter mit der Mannschaft zu arbeiten.“

Auch wenn die Nürnberger Ausbeute angesichts von elf Punkten aus neun Rückrundenspielen durchwachsen ist, registriert Lieberknecht eine FCN-Mannschaft, „die nochmal ein Stück weit besser als in der Hinrunde ist.“ Als Gründe nennt er, dass man „gefestigt“ sei und „die Abläufe noch klarer sind.“

Top-Mannschaft

Abgesehen davon reiht sich der FCK-Trainer in die Reihe vieler Coaches ein, die sich sehr positiv über die Qualität im Nürnberger Kader äußerten: „Es ist eine Top-Mannschaft mit außergewöhnlich guten Spielern.“ Dabei hebt er drei Spieler im FCN-Aufgebot hervor. Julian Justvan bezeichnet er als „Fixpunkt“ und Mohamed Ali Zoma als „Stürmer, der herausragt“. Zwar gäbe es noch „genug andere“, die über starke Fähigkeiten verfügen, explizit nennt der Ex-Profi jedoch den Kapitän des Clubs, Fabio Gruber, dessen Einsatz noch fraglich ist: „Er ist einer der besten Innenverteidiger der 2. Bundesliga.“

Bestätigung

Sowohl für den FCN als auch für den FCK wird es darauf ankommen, den Sieg aus der Vorwoche zu bestätigen. Während der Club vor dem 2:3-Erfolg in Kiel nur fünf Zähler aus sieben Partien holte, verlor Kaiserslautern vor dem 3:0-Derbyerfolg gegen den KSC vier der sechs vorherigen Spiele. Lieberknecht möchte die „Haltung und Energie“ aus der Vorwoche erneut sehen – und im Idealfall ein besseres Ergebnis als beim 1:1 im Hinspiel erzielen.

„Wir hätten das Spiel vorher längst für uns entscheiden müssen mit der Vielzahl an Kontern, die wir haben liegen lassen“, erinnert er sich unter anderem an den Ausgleich von Robin Knoche in der Nachspielzeit per Elfmeter. Er ist sich jedoch sicher, dass der FCN von damals nicht mit dem am Samstag vergleichbar ist: „Eine sehr homogene Mannschaft, die sich öfter schon auf Augenhöhe mit Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel gezeigt hat.“