7 Scorer in 11 Spielen: FCN-Leihspieler Hofmann in Topform

Spielt der 24-Jährige in der neuen Saison vielleicht sogar gegen den 1. FC Nürnberg?

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Foto: FCN.de

FCN-Leihe keine Erfolgsgeschichte

Auch wenn Joti Chatzialexiou vor dieser Saison ankündigte, beim 1. FC Nürnberg Leihen künftig als „strategischen Hebel“ nutzen zu wollen, entwickelte sich daraus bislang noch keine wirkliche Erfolgsgeschichte. So wurde beispielsweise Uche Obiogumu im Januar vom FC Schweinfurt vorzeitig zurückgeholt. Der im Winter für mehr Spielpraxis nach Slowenien verliehene Torhüter Michal Kukucka ist beim FC Koper nur die Nummer zwei und saß in allen acht Spielen seit seinem Abgang auf der Bank. Auch der Großteil der weiteren verliehenen Spieler konnte bislang nur bedingt überzeugen.

Ausnahme Hofmann

Eine Ausnahme stellt dagegen ein Nürnberger Eigengewächs dar, das sich derzeit in Topform befindet: Jannik Hofmann, der seit Saisonbeginn für RW Essen die Fußballschuhe schnürt. Schon allein der Blick auf die Tabelle der 3. Liga lässt aufhorchen. Der Traditionsverein befindet sich als Drittplatzierter mitten im Aufstiegsrennen – und Hofmann spielt dabei seit einigen Wochen eine gewichtige Rolle.

7 Scorer in 11 Einsätzen – Trainer ist Fan

Beim jüngsten 4:2-Sieg über Erzgebirge Aue avancierte der 24-Jährige mit einem Traumtor aus rund 30 Metern und einer Torvorlage zu einem der Matchwinner. „Bei meinem Schuss dachte ich nur: ‚Boah, knall nicht an den Pfosten.‘ Da ich nicht so viele Tore mache, war beim Jubel schon einmal der Backflip drin“, zeigte sich der gebürtige Bayreuther bei „RevierSport“ erfreut.

Dass Hofmann direkt an Toren beteiligt ist, ist längst keine Seltenheit mehr. Inzwischen steht der dynamische Rechtsfuß schon bei sieben Scorerpunkten – alle davon in seinen letzten elf Einsätzen seit Ende November.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich Hofmann zuletzt zum Stammspieler unter Uwe Koschinat, der einen Spielertypen wie ihn besonders schätzt: „Ich bin ein Trainer, der unheimlich gerne Eins-gegen-eins-Duelle auf dem Platz herstellen möchte und dafür ist er ein idealer Spieler“, lobte der RWE-Trainer bereits im September das Profil Hofmanns.

Rückkehr oder Verbleib?

Könnte Hofmann diese Qualitäten zur neuen Saison auch wieder bei „seinem“ 1. FC Nürnberg einbringen? Sollte der FCN sein Spiel – wie zuletzt angedeutet – weiterhin stärker auf Intensität ausrichten, würde Hofmanns Profil deutlich besser ins Anforderungsprofil passen als noch vor dieser Saison. Zumal er zuletzt regelmäßig in der Viererkette als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde.

Gleichzeitig spricht aktuell einiges dafür, dass Hofmann auch in Essen eine Zukunft haben könnte. Sollte RW Essen der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingen, könnte sich für den 24-Jährigen dort die Chance ergeben, sich als Stammspieler eine Liga höher zu etablieren – möglicherweise sogar als Gegner des 1. FC Nürnberg.

Nach seinen jüngsten Auftritten hält „RevierSport“ einen Verbleib bei RWE jedenfalls für „realistischer denn je“. Für seine Entwicklung könnte dies durchaus sinnvoll sein. Schließlich gehört er erst seit kurzer Zeit zu den Stammspielern in der 3. Liga. Noch bleibt jedoch abzuwarten, wie es mit Jannik Hofmann weitergeht.