„Er ist selten so“ – FCN-Spieler reagieren auf Klose-Ansage

„Oben ist kein Thema mehr“ – der 1. FC Nürnberg muss aber weiter „in den Rückspiegel kucken“.

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Foto: DO IT NOW Media

Zufriedener Klose nach FCN-Sieg

Mit dem 3:2 bei Holstein Kiel gelang dem 1. FC Nürnberg ein eminent wichtiger Erfolg. Dadurch verhinderte der Club, tiefer in den Abstiegskampf zu geraten und wird nach diesem Spieltag mindestens beruhigende sechs Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 haben. Entsprechend zufrieden war Miroslav Klose nach der Partie am Sky-Mikrofon, nachdem seine Elf zuvor nur einen Sieg aus sieben Spielen einfahren konnte:

„Ich glaube, in der Situation, in der wir uns befinden, ist es unheimlich wichtig, dass wir die Basics auf den Platz gebracht haben“, war der Trainer einverstanden mit der Mentalität und Resilienz seiner Mannschaft, die einer zwischenzeitlich verspielten 2:0-Führung trotzte.

Deutliche Kritik von Klose an Spielern wirkte

Ganz anders war Kloses Gemüt noch in der Vorwoche nach der 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf, als er seinen Spielern ein „Totalversagen“ attestierte. Damit wurde der 47-Jährige in seiner Kritik so deutlich, wie man ihn seit Beginn seiner Amtszeit im Sommer 2024 nur selten erlebt hat.

Eine Maßnahme, die angesichts des positiven Ergebnisses in Kiel offenbar ihre Wirkung entfaltete und eine Reaktion der Spieler hervorrief. So nahm es jedenfalls Julian Justvan wahr, wie er darauf angesprochen verriet: „Das wirkt schon. Er ist selten so. Aber völlig zurecht war das so“, konnte er die Kritik seines Trainers nachvollziehen.

Defensivleistung als Schlüssel

„Und auch wir Spieler haben uns natürlich alle selbst hinterfragt. Wir wussten auch, dass es letzte Woche einfach nicht gut war und wir ein anderes Gesicht zeigen wollten. Das haben wir gemacht“, so Nürnbergs Nummer Zehn, die das Spiel gegen den Ball als Schlüssel zum Erfolg sah: „Deswegen war es wichtig, von Anfang an Gas zu geben, jeder alles rauszuhauen, weil nach vorne können wir immer was machen. Und das haben wir alle gut gemacht. Deswegen wurden wir auch belohnt.“

Tatsächlich wurde der FCN nach einem wilden 2:2 zur Pause in der zweiten Halbzeit mit nur rund einem Drittel Ballbesitz überwiegend in die Defensive gedrängt, ließ aber nur wenige gute Chancen zu und erzielte selbst mit seinem einzigen Abschluss den Siegtreffer.

„Oben ist kein Thema mehr“

Bei noch acht verbleibenden Spieltagen möchte Justvan nun an den Sieg in Kiel anknüpfen und einen Positivtrend aufbauen: „Wir müssen schon noch in den Rückspiegel kucken“, möchte der 27-Jährige aber realistisch bleiben:

„Das mit oben ist kein Thema mehr. Wir müssen kucken, dass wir die Saison so gut wie möglich abschließen“, möchte er den Vorsprung nach unten vergrößern und die restlichen Spieltage als weiteren Entwicklungsprozess für die junge Mannschaft nutzen. „Solche Phasen musst du auch überstehen, dass jeder auch aus dieser Phase etwas herausziehen kann.“