Wie gegen den KSC
Die Defizite des 1. FC Nürnberg bei der Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf ließen sich laut der internen Analyse relativ einfach herunterbrechen. „Aus der Analyse ging größtenteils heraus, dass wir wieder mehr Energie brauchen“, verrät Jan Reichert im Interview mit dem Franken Fernsehen.
Für das Wochenende beim Tabellenvorletzten in Kiel ist es für den FCN-Torwart „am wichtigsten“, dass der Club „Mentalität und Energie“ auf das Feld bringt. Dabei erinnert er sich an den 5:1-Heimerfolg gegen den Karlsruher SC vor knapp einem Monat: „Das hat uns stark gemacht. In den letzten beiden Spielen hat uns das aber gefehlt.“
Viel Kampf
„Auf jeden Fall Kampf“ erwartet der 24-Jährige bei den Störchen, die nur fünf Zähler hinter den Franken rangieren: „Kiel steht auch mit dem Rücken zur Wand. Ich denke, die werden keinen Meter weniger gehen und uns alles abverlangen.“ Das Nürnberger Gegenrezept lautet entsprechend: „Uns bestmöglich darauf vorzubereiten und im Idealfall drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“
Positiver Druck
Relativ gelassen bleibt indessen Nürnbergs Mittelfeldstratege Adam Markhiyev. „Wir wollen immer gewinnen“, unterscheidet sich seine Erwartungshaltung nicht. Die größere Bedeutung sei vielleicht sogar noch mehr Ansporn: „Jetzt ist der Druck vielleicht etwas größer, aber das kann auch gut für uns sein, um eine bessere Leistung zu zeigen.“
An der Herangehensweise soll sich dabei nichts ändern: „Wir müssen einfach so spielen, wie wir immer gespielt haben. Wir wollen aktiv Fußball spielen. Ich denke, dass wir damit jedes Team in der Liga schlagen können.“
Frust umwandeln
Reichert hofft, dass man „den Fans ein deutlich besseres Spiel“ zeigen kann, nachdem diese ihren Unmut über die Performance gegen die Fortuna deutlich machten, was in der Mannschaft für „ein bisschen Frust“ gesorgt haben soll. „Den Frust kann man aber auch gut in positive Energie umwandeln“, blickt der gebürtige Schweinfurter nach vorne.
Möglich ist, dass er auch beim Tabellensiebzehnten die Kapitänsbinde tragen wird – so wie zuletzt, als Spielführer Fabio Gruber frühzeitig ausgewechselt werden musste. Als „eine sehr große Ehre und Stolz“ beschreibt er dieses Gefühl. „Aber mich würde es noch mehr freuen, wenn Fabio wieder mit uns auf dem Platz steht“, hofft er in erster Linie auf ein baldiges Comeback des Innenverteidigers.



