Chance
Es ist mal wieder eine Gelegenheit für den 1. FC Nürnberg, sich von den unteren Tabellenregionen weiter abzusetzen. Nachdem der FCN zuletzt zu wenig Punkte einfuhr, könnte man den bevorstehenden Gegner aus Düsseldorf mit einem Heimsieg am Samstag weiter auf Distanz halten. Im Falle einer Niederlage müsste man hingegen die Fortuna passieren lassen.
Nächster Heimsieg?
Für einen Sieg der Franken spricht vor allem die Heimstärke, wo man seit acht Partien ungeschlagen ist. Gleichzeitig holte F95 unter Trainer Markus Anfang in sieben Partien erst einen einzigen Punkt auf fremden Plätzen. Dennoch wartet auf den Club eine anspruchsvolle Aufgabe – vor allem, da die Leistungen der Düsseldorfer oftmals besser waren als die Ergebnisse.
Nach dem 16. Spieltag standen die Gäste noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, holten in den darauffolgenden acht Partien jedoch 14 Zähler (nur Hannover mehr) und kassierten in diesem Zeitraum die wenigsten Gegentore (7) aller Zweitligisten.
Gutes Umschaltspiel
Auf den FCN werden wahrscheinlich – mal wieder – viele Mannorientierungen warten, aus denen heraus die Fortuna in verschiedenen Pressinghöhen agiert und dabei mitunter auch mutig nach vorne verteidigt. Erobert man den Ball, verfügt man über schnelle und gefährliche Abläufe, um im Umschaltspiel die vorhandene hohe individuelle Qualität der Offensivspieler in Szene zu setzen. „Sie sind ruhig im Ballbesitz und haben ein gutes Timing beim Umschalten“, warnt FCN-Trainer Miroslav Klose.
Underperformer
Auffällig ist, dass Düsseldorf trotz Spielern wie Florent Muslija, Shinta Appelkamp oder Cedric Itten mit 23 Toren die wenigsten der Liga erzielte. Den DFL-Daten zufolge hätte man jedoch bereits 33 Treffer erzielen können, was ligaweit zusammen mit Hannover 96 die größte Underperformance vor dem gegnerischen Tor bedeutet. 14 benötigte Schüsse pro Tor sind sogar der alleinige Tiefstwert.
Mit Ball setzt man auf ein klassisches Positionsspiel, agierte dabei zuletzt oft im 3-Raute-3 mit sehr offensiven Schienenspielern. Unter anderem über diese überlädt man gerne die Flügelpositionen, versucht von dort aus durchzubrechen und die Flanke zu bringen oder den diagonalen Weg in die Mitte.
Folglich schlägt man die zweitmeisten Flanken der Liga, verzeichnet die meisten Abschlüsse nach Flanken und die zweitmeisten per Kopf. Vor allem auf Itten wird der Club in der eigenen Box achten müssen, da er über ein gutes Freilaufverhalten und Kopfballspiel verfügt.
Serie wiederholen
Für den Club dürften unter anderem eine gute Restverteidigung, mehr Intensität gegen den Ball als in der Vorwoche und ein besseres Ballbesitzspiel als in der ersten Halbzeit in Berlin wichtig werden. Dadurch möchte man an die Serie der Hinrunde anknüpfen, als das Spiel gegen die Fortuna eine Serie von 14 Punkten aus sechs Partien startete. Personell kann Klose hierfür „aus dem Vollen schöpfen“.



