Verhandlungen vor Abschluss: So steht es um Ex-FCN-Stürmer Antiste

Keine Verletzung – und trotzdem wartet der Ex-Spieler des 1. FC Nürnberg schon fast drei Monate auf seinen nächsten Ligaeinsatz.

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Foto: DO IT NOW Media

Antiste bei Rapid auf der Tribüne

Trotz seiner erst 22 Jahre ist Janis Antiste mit bereits sieben Profi-Stationen schon viel herumgekommen. Die wohl beste Zeit seiner noch jungen Karriere dürfte er in der Rückrunde der Vorsaison beim 1. FC Nürnberg gehabt haben, als der Leihspieler in zwölf Zweitligaspielen an sieben Toren direkt beteiligt war und schnell zu einem Liebling der Clubfans avancierte. Aufgrund finanzieller Hürden erfolgte nach dieser Halbserie jedoch bereits wieder der Abschied. Der Franzose wurde von seinem Stammverein US Sassuolo an Rapid Wien verliehen.

Dort wartet Antiste nach einer mehr als durchwachsenen Hinrunde inzwischen schon seit fast drei Monaten auf seinen nächsten Ligaeinsatz – und das, obwohl der Ex-Nürnberger nicht verletzt ist. Eine eingebaute Kaufpflicht in seiner Leihe nach Österreich verhindert derzeit weitere Einsätze beziehungsweise gar Kadernominierungen. Denn bei einer bestimmten Anzahl an absolvierten Spielen, die offenbar kurz bevorsteht, müsste Rapid eine Ablöse von kolportierten drei Millionen Euro zahlen – eine Summe, die man angesichts der bisherigen Leistungen offenbar nicht zahlen möchte.

Verhandlungen vor Abschluss

Sogar ein Abbruch der Leihe im Winter stand bereits im Raum, weil die Wiener Antiste demzufolge nicht mehr einsetzen wollten, um die Kaufpflicht zu umgehen. US Sassuolo ließ sich darauf jedoch nicht ein, weshalb der Stürmer seit Mitte Dezember lediglich einmal in einem Pokalspiel eingewechselt wurde. Insofern dürften die Befürchtungen des Spielers real sein, in dieser Saison womöglich gar nicht mehr zum Einsatz zu kommen.

Doch offenbar ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wie der Kurier berichtet, scheinen die Verhandlungen um eine Anpassung der Leihmodalitäten zwischen Rapid und Sassuolo – die schon seit längerer Zeit laufen und bislang kein Ergebnis hervorbrachten – nun kurz vor dem Abschluss zu stehen:

„Mittlerweile hat Sassuolo realisiert, dass die Leihe angepasst werden muss, wenn Antiste bis zum Sommer noch Spielzeit bekommen soll. Die langen Verhandlungen neigen sich dem Ende zu“, schreibt die österreichische Tageszeitung.

Hoffnung auf Happy End

Janis Antiste ist es nur zu wünschen, dass es nach dieser bislang schwierigen Saison wieder zu Einsätzen kommt, er seine Form findet und es zu einem Happy End kommt. Rückblickend wäre wohl für alle Beteiligten ein Verbleib beim 1. FC Nürnberg die beste Lösung gewesen.

„Wenn einer schon mal hier war und dementsprechend auch geliefert hat, ist er gerne wieder willkommen“, sagte Miroslav Klose im Januar über seinen Ex-Schützling. Doch wie so oft im Profi-Fußball bestimmte letztlich das Geld die Richtung. Im Sommer dürfte sich der Offensivspieler dann erneut auf Vereinssuche begeben müssen.