Nur ein Sieg aus neun Spielen
Mit zwischenzeitlich fünf Zu-Null-Siegen in Folge schien sich Hertha BSC nach holprigem Saisonstart in der Hinrunde gefangen zu haben und den Traum vom Wiederaufstieg in die Bundesliga angreifen zu können. Doch unmittelbar vor dem Gastspiel des 1. FC Nürnberg in der Hauptstadt stecken die Berliner in einer handfesten Krise.
Mit 2:5 ging der Tabellensiebte am 23. Spieltag beim SC Paderborn baden und verspielte damit wohl die letzten Hoffnungen, noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Der Rückstand auf Rang drei beträgt nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen inzwischen zehn Punkte.
Neue Ziele
Insofern will Innenverteidiger Toni Leistner nach dem „desaströsen Spiel“ gegen den SCP am Sky-Mikrofon nichts mehr vom Aufstieg wissen: „Die Saison ist trotzdem noch lang. Aber wenn man solch eine Leistung an den Tag legt, hat man mit dem Aufstieg nichts zu tun.“
Stattdessen müsse man sich nun neue Ziele setzen. Ein mögliches Minimalziel könnte lauten, den aktuellen Tabellenrang sieben zu halten.
Hertha-Krise als Chance für den FCN?
Umso wichtiger wäre in diesem Zusammenhang das kommende Heimspiel gegen den FCN. Denn die Franken stehen direkt hinter der Hertha und könnten mit einem Auswärtssieg auf einen Punkt heranrücken.
Möglicherweise könnte für den Club in der aktuellen Schieflage der Berliner – mit dem offenbar geplatzten großen Ziel – eine Chance liegen, im zwölften Auswärtsspiel den erst dritten Sieg einzufahren.
Für BSC-Trainer Stefan Leitl ist es eine wichtige Partie: „Es geht darum, dass wir eine Reaktion für unser Publikum zu Hause zeigen wollen“, will er mit seiner Mannschaft ein überzeugendes Spiel gegen den 1. FC Nürnberg zeigen.
Was das Thema Aufstieg angeht, pflichtet der 48-Jährige seinem Abwehrspieler bei: „Wir brauchen nicht mehr über den Aufstieg sprechen.“



