Selbstbewusste Bochumer
Mit dem VfL Bochum erwartet den 1. FC Nürnberg am Freitagabend ein Auswärtsspiel bei einem Gegner, der derzeit nur schwer zu schlagen ist. Seit Uwe Rösler das Traineramt im Oktober übernahm, verlor der VfL in 14 Ligapartien lediglich einmal – kein Team der 2. Bundesliga sammelte in diesem Zeitraum mehr Punkte als der aktuelle Tabellenneunte mit 25 Zählern.
Dementsprechend selbstbewusst gehen die Bochumer in ihr Heimspiel gegen den FCN. Trotz der zuletzt beeindruckenden Offensivleistung der Franken beim 5:1-Sieg über den Karlsruher SC will sich Rösler, der 1992/93 für eine Saison beim Club spielte, nicht verstecken: „Wir wissen, dass sie eine gute Kontermannschaft haben“, sagte der 57-Jährige in der WAZ. „Aber wir wollen ja keine Siebenerkette spielen mit drei Spielern davor. So scheißen wir uns nicht in die Hose vor den Nürnbergern.“
„Wir werden angreifen“
Stattdessen soll der VfL – wie schon in den vergangenen Wochen – seinen Zuschauern einen aktiven und mitreißenden Fußball bieten: „Wir sind dafür da, dass wir unsere Zuschauer nicht nur mit drei Punkten befriedigen wollen. Wir wollen auch eine gewisse Art Fußball spielen“, so der Trainer.
Dabei gibt er sich angriffslustig vor dem Duell mit dem Club: „Wir können nicht nur verteidigen und hoffen, dass wir mal einen Konter setzen oder einen Standard verwandeln und das Spiel dann 1:0 über die Bühne kriegen. Wir müssen angreifen, wir werden angreifen“, versprach Rösler.
Rösler warnt vor Konterspielern beim FCN
Allerdings nicht, ohne die Stärken des FCN außer Acht zu lassen: „Dabei müssen wir eine sehr gute Restverteidigung haben, das ist gerade gegen Nürnberg sehr wichtig. Mit einer guten Restverteidigung kannst du auch gegen Nürnbergs schnelle Spitzen und Konterspieler angreifen“, dürfte der VfL vor allem ein besonderes Augenmerk auf Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan legen, die zuletzt mit einem Dreier- beziehungsweise Doppelpack glänzten und nun sicherlich auch auswärts überzeugen wollen.
Denn auf fremdem Platz verlor der 1. FC Nürnberg in dieser Saison sieben von zehn Spielen und ist mit lediglich sieben Zählern Letzter der Auswärtstabelle – eine Bilanz, die im Ruhrstadion nun aufgebessert werden soll.



