„Dann scheppert’s“ – Klose mit Warnung an seine FCN-Talente

Der Trainer des 1. FC Nürnberg lebt das vor, was er von seinen Spielern verlangt.

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Foto: DO IT NOW Media

Mentalität entscheidend

Wie groß der Pool an Talenten beim 1. FC Nürnberg ist, zeigte sich beim Blick auf die Klose-Elf nach dem Abpfiff des 5:1-Heimsiegs über den Karlsruher SC am vergangenen Freitagabend. Nach fünf Wechseln – inklusive des 16-jährigen Debütanten Marko Soldic – stand zum Spielende eine Nürnberger Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 21,9 Jahren auf dem Platz.

Neben den außergewöhnlichen Fähigkeiten, die Soldic und Co. mitbringen, sieht Miroslav Klose eine zentrale Aufgabe darin, den vielen jungen Spielern die richtige Mentalität zu vermitteln. „Wenn man das bei mir nicht hinbekommt“, entgegnet der FCN-Trainer auf die Frage, ob Soldic mit seinen jungen Jahren auch die charakterlichen Voraussetzungen mitbringe. „Da mach ich mir keine Gedanken“, so der 47-Jährige, der Piet Scobel als Positivbeispiel nennt.

Kloses Warnung

„Ich lebe das vor“, gibt der während seiner Karriere als demütig bekannte WM-Rekordtorschütze seinen Spielern die Richtung vor. „Nach oben kommen ist für mich leicht. Da oben zu bleiben – das ist schwer“, hebt Klose den nötigen Arbeitsethos hervor und verweist auf seine eigene Laufbahn: „Wenn man solch eine Karriere gehabt hat, in der man häufig oben war, wo es geschneit hat und ganz selten heruntergekommen ist, da weiß man, wie es geht und was man dafür machen kann.“

Sollten seine Spieler allerdings nicht diese Einstellung an den Tag legen, spricht Klose durchaus eine freundliche Warnung aus: „Sobald ich merke, sie stellen ihre Lehne ein bisschen zurück – dann scheppert’s“, zeigt sich der gebürtige Pole streng mit seinen Youngstern – mit dem Ziel, sie während ihrer Zeit beim 1. FC Nürnberg weiterzuentwickeln und auf den nächsten Schritt ihrer Karrieren vorzubereiten.