FCN: Zoma bereits zum 10. Mal Rechtsverteidiger – und nun auch gegen den KSC?

Tut sich eine neue Option für die Problemposition des 1. FC Nürnberg auf?

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Foto: DO IT NOW Media

Zoma als Rechtsverteidiger in Paderborn

Dass Miroslav Klose bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Nürnberg beim SC Paderborn auf eine Fünferkette umstellte und mit der Hereinnahme von Adriano Grimaldi neben Piet Scobel auf zwei echte Mittelstürmer setzte, war angesichts des 0:2-Pausenrückstands zumindest nachvollziehbar. Deutlich überraschender war allerdings, dass Angreifer Mohamed Ali Zoma auf die Position des Rechtsverteidigers rückte – zumal er beim FCN bislang ausschließlich offensiv eingesetzt worden war.

Ganz fremd war diese Rolle dem 22-jährigen Italiener jedoch nicht. Bereits bei seinem früheren Klub AlbinoLeffe, von dem er im Sommer nach Nürnberg wechselte, spielte er diese Position neunmal in einer Fünferkette. Insofern war der Einsatz in Paderborn für Zoma keine Premiere – wenngleich all seine vorherigen Einsätze als Rechtsverteidiger Kurzeinsätze waren und nie über eine Stunde hinausgingen. Insgesamt kommt der gebürtige Italiener laut Wyscout auf lediglich 267 Minuten auf dieser Position, in denen er immerhin zwei Tore erzielte und ein weiteres vorbereitete.

Ordentlicher Auftritt

Rein statistisch ließ sich sein Auftritt auf dieser für ihn dennoch ungewohnten Position – zuletzt spielte er dort im Mai 2023 – durchaus sehen. In der zweiten Halbzeit gewann Zoma alle vier seiner Defensiv-Zweikämpfe. In die andere Spielfeldrichtung ging in der langen Nürnberger Unterzahl ab der 51. Minute zudem die meiste Gefahr über seine rechte Seite: Sechs von 13 Angriffen liefen über ihn. Mit sechs Dribblings und drei Tempoläufen mit Ball trug der oftmals auf sich alleingestellte Zoma maßgeblich dazu bei – auch wenn er die große Ausgleichschance in der 84. Minute liegen ließ.

Die Daten seiner 267 Rechtsverteidigerminuten lesen sich gut: 9 Dribblings, 9 Defensiv-Zweikämpfe, 6 progressive Läufe und 6 Flanken – jeweils pro 90 Minuten.

Gegen den KSC von Beginn an in der Kette?

Könnte Zoma diese Rolle nun auch am kommenden Spieltag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC übernehmen? Schließlich fallen mit Finn Becker und Rafael Lubach zwei zentrale Mittelfeldspieler aus, wodurch sich eine erneute Umstellung auf eine Fünferkette anbieten könnte. Tim Janisch könnte angesichts seines aktuellen Formtiefs eine Pause benötigen, während Rabby Nzingoula als weitere Option für rechts hinten aufgrund des Personalengpasses im Mittelfeldzentrum womöglich dort gebraucht wird und Henri Koudossou nach langer Verletzungspause noch nicht so weit scheint.

Zu wichtig für Angriff

Nichtsdestotrotz dürfte Zoma wieder in seine angestammte Rolle in der Offensive zurückkehren. Schließlich werden Miroslav Klose und der FCN kaum auf seine Explosivität in vorderster Linie verzichten wollen. Mit fünf Saisontoren, die jeweils eine Führung bedeuteten, machte der Italiener bereits fünfmal den Unterschied – und derzeit scheint kein anderer Offensivspieler dieses Profil in ähnlicher Form ausfüllen zu können. Insofern erscheint es sinnvoller, für die rechte Abwehrseite eine andere Lösung (bspw. Justin von der Hitz) zu finden – auch wenn Zoma in einer Fünferkette mit seiner offensiven Interpretation durchaus eine funktionierende Option darstellen würde.