Bestwerte von Lochosvhili
Bei einer insgesamt schwachen Vorstellung des 1. FC Nürnberg bei der 1:2-Niederlage beim SC Paderborn gehörte er noch zu den besseren Akteuren: Luka Lochosvhili. Der Innenverteidiger zählt bereits seit vielen Wochen zu den konstanten Leistungsträgern beim Club. Das untermauern auch seine bisherigen Saisonwerte: Laut Wyscout ist der 27-jährige Georgier der einzige Spieler der 2. Bundesliga, der gleichzeitig mindestens 76 Prozent seiner defensiven Bodenzweikämpfe sowie 60 Prozent seiner Luftduelle gewinnt.
Sehenswerter Treffer
Doch neben seinem starken Timing im Zweikampf entwickelt sich Lochosvhili auch offensiv zunehmend zu einem echten Gefahrenherd. Jüngstes Beispiel war sein sehenswerter Treffer in Paderborn, als er im Stile eines Mittelstürmers einen langen Einwurf festmachte und aus spitzem Winkel über den Torhüter hinweg und unter die Latte zum 1:2-Anschlusstreffer vollendete – bei einer Torwahrscheinlichkeit von unter fünf Prozent. Damit brachte er seine Mannschaft in Unterzahl noch einmal zurück ins Spiel, wenngleich der Ausgleich trotz weiterer guter Chancen nicht mehr gelingen sollte.
Torgefährlichster Innenverteidiger der Liga
Rein statistisch ist der Sommerneuzugang sogar der torgefährlichste Innenverteidiger der 2. Bundesliga – zumindest, wenn es um Torabschlüsse geht. Mit neun Schüssen aufs Tor (bei insgesamt 14 Versuchen) prüft kein anderer zentraler Abwehrspieler häufiger den gegnerischen Schlussmann. Seine zwei Saisontore übertreffen zudem nur Hasan Kurucay (Schalke 04) und Thomas Keller (Dynamo Dresden), die jeweils drei Nicht-Elfmeter-Treffer erzielten. Seit dem 15. Spieltag ist Lochosvhili hinter Piet Scobel, Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan zudem der viertgefährlichste Nürnberger nach Abschlüssen und Expected Goals.
Führungsspieler Lochosvhili
Insgesamt geht Lochosvhili damit inzwischen sowohl defensiv als auch offensiv – und mit seiner Mentalität – auf und neben dem Platz voran. Nach der Niederlage in Paderborn wollte der georgische Nationalspieler den Fokus dabei weniger auf die ordentliche Reaktion in Unterzahl legen, sondern vielmehr auf die schwache erste Halbzeit:
„Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir keine Einstellung, keine Gier. Es war inakzeptabel. Wir haben sehr schlecht gespielt“, äußerte er sich deutlich gegenüber der BILD. Aussagen, die unterstreichen, dass Lochosvhili beim 1. FC Nürnberg längst die Rolle eines echten Führungsspielers einnimmt.



