Weiterhin keine Einigung beim FCN
Obwohl Sportvorstand Joti Chatzialexiou bereits seit Monaten mehrfach betont hat, mit Miroslav Klose weiter zusammenarbeiten zu wollen, konnte bislang noch keine Vertragsverlängerung zwischen dem 1. FC Nürnberg und seinem Trainer erzielt werden. Laut Aufsichtsratschef Peter Meier lag dem 47-Jährigen bereits ein Angebot vor, das jedoch offenbar noch nicht angenommen wurde. Insofern mehren sich die Indizien, dass eine zeitnahe Festzurrung der weiteren Zusammenarbeit bislang an Klose scheitere.
Bemerkenswerte Andeutung
Nun ließ Klose mit einer weiteren Aussage vor dem Auswärtsspiel des FCN beim SC Paderborn aufhorchen. Auf der Spieltagspressekonferenz wurde er nach dem abgelaufenen Wintertransferfenster darauf angesprochen, ob er mit dem nun zur Verfügung stehenden Kader langfristig arbeiten könne – und wolle. Die Antwort des WM-Rekordtorschützen fiel ebenso kurz wie vieldeutig aus: „Langfristig ist, wenn man beim Club arbeitet, immer so eine Frage“, so der FCN-Trainer, ohne seine Aussage weiter auszuführen.
Unstimmigkeiten beim FCN?
Ein Seitenhieb in Richtung Chatzialexiou, unter dessen Amtszeit der 1. FC Nürnberg in nahezu jeder Transferperiode zahlreiche Kaderbewegungen vollzog? Oder vielmehr eine Anspielung auf Kloses eigene Zukunft, die angesichts seines im Sommer auslaufenden Vertrags weiterhin ungeklärt ist und vielleicht enden könnte? Eindeutig lässt sich diese Aussage nicht einordnen.
Allerdings deutet einiges darauf hin, dass Klose mit der aktuellen Gesamtsituation nicht vollständig zufrieden ist. Das ließen auch seine jüngsten Aussagen zur Kaderbreite gegenüber der BILD erkennen. „Das würde ich so unterschreiben“, antwortete er mit Blick auf die zuletzt gegen Preußen Münster begrenzten Alternativen auf der Bank. Zudem bestätigte er nach dem geplatzten Deal um Immanuel Pherai: „Wir hätten gerne noch Qualität dazugewonnen, vor allem mit dem Spieler.“ Bereits zuvor hatte Klose öffentlich den Wunsch nach weiteren Verstärkungen – sowohl im Kader als auch im Trainerteam – geäußert.
Keine Einigkeit beim FCN?
Von möglichen internen Unstimmigkeiten wollte Chatzialexiou gegenüber der BILD jedoch nichts wissen: „Ich habe nicht das Gefühl, dass er gereizt ist. Mir gegenüber ist er es zumindest nicht. Das wäre vielleicht dann der Fall, wenn ich eine andere Aussage getroffen hätte. Aber meine Aussage ist relativ klar, dass ich gerne mit Miro zusammenarbeiten möchte. Und das habe ich schon vor Monaten signalisiert.“
Angesichts der jüngsten Aussagen von Miroslav Klose sowie der weiterhin ausstehenden Vertragsunterschrift festigt sich dennoch der Eindruck, dass beim 1. FC Nürnberg aktuell keine vollständige Einigkeit herrscht.



