Keine Ideallösung
Während die erste Elf des 1. FC Nürnberg auf vielen Positionen gut besetzt ist, scheint Miroslav Klose auf der Rechtsverteidigerposition noch nicht seine Ideallösung gefunden zu haben. Das liegt vor allem daran, dass Henri Koudossou seit dem 6. Spieltag verletzt fehlt. Seitdem durften sich der abgewanderte Tim Drexler und Tim Janisch mehrfach auf der Position probieren. So richtig überzeugen konnte den FCN-Trainer aber offenbar noch keiner.
„Das habe ich ihm auch persönlich mitgeteilt. Vor allem, da er von der Position rechts außen kommt“, wünscht sich der Weltmeister von Janisch nach wie vor mehr im Spiel nach vorne. Obwohl er im Spiel gegen den Ball viele Fortschritte machte, erhofft sich Klose „den ein oder anderen Assist, mehr Zug auf die letzte Kette und Präzision im letzten Ball“.
Noch kein Faktor
Neben Winterneuzugang Rabby Nzingoula könnte auch Justin von der Hitz die Position spielen. Die größte Schwierigkeit ist, dass der 19-Jährige seine Stärken vor allem in der Offensive hat. Bei der Kölner U19 glänzte er in erster Linie als Flügelspieler, in der Nürnberger U23 läuft er als rechter Schienenspieler auf. Auf sein Debüt in der 2. Bundesliga wartet er jedoch noch; in der Rückrunde stand er noch kein einziges Mal im Kader.
Lob von Klose
„Justin hat es richtig, richtig gut gemacht“, sieht Klose dennoch eine Entwicklung beim schnellen Rechtsfuß. Seit Drexlers Abgang scheint sich von der Hitz nach und nach aufzudrängen: „Das mag ich an Spielern, wenn man sieht, dass Tim Drexler uns jetzt verlassen hat. Dass man sofort die Lunte gerochen hat, fantastisch trainiert und Tim Janisch gleich wieder Druck macht.“
Anderes Profil
Dass von der Hitz gleich von Beginn an auflaufen wird, erscheint unwahrscheinlich. Dennoch bringt er mit seiner Interpretation der Position eine Komponente in das Nürnberger Spiel, die es ansonsten auf der rechten Seite nicht gibt. „Wir wissen, dass Henri noch ein bisschen brauchen wird“, muss Klose weiter auf Koudossou verzichten. „Dass man die Situation genau erkennt und um jede Minute kämpft“, möchte der 47-Jährige von den anderen Kandidaten sehen – „und das macht er“. Der U17-Weltmeister von 2023 scheint damit zumindest mehr eine Option zu sein als in den vergangenen Wochen. Vielleicht ja schon am Samstag in Paderborn – im Hinspiel stand er immerhin im Kader, seitdem jedoch nur noch ein einziges Mal.



