Ein Jahr
Da er in der Abwesenheit von Robin Knoche den 1. FC Nürnberg zumeist auf das Feld führt, geht manchmal unter, dass er selbst noch gar nicht so lange für den FCN aufläuft. Vor nicht einmal einem Jahr, am 3.2.2025, wechselte Fabio Gruber vom SC Verl ins Frankenland. „So viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln und auch auf Spielzeit zu kommen“, erhoffte er sich zunächst, wie er im Frankenfernsehen verrät. Mittlerweile ist er für die Mannschaft von Miroslav Klose kaum noch wegzudenken und absolvierte als einziger Nürnberger alle 20 Pflichtspiele in dieser Saison über die volle Distanz: „Mit der Entwicklung, dass sie so schnell geht, habe ich nicht gerechnet.“
Gar keine Sorgen
Die 2. Bundesliga beschreibt der peruanische Nationalspieler als „ganz schwierig“, da die Qualität der Teams nah beieinanderliegt und auch die Tabelle sehr eng ist. Für den Innenverteidiger ist entsprechend das „Momentum wichtig“, um konstant Spiele gewinnen zu können.
„Nach unten will ich sowieso nicht schauen“, sieht Gruber die Franken als zu stark an, um Angst vor den hinteren Plätzen zu haben: „Wenn ich mir aber jetzt unsere Mannschaft anschaue und sehe, was wir für Jungs haben, mache ich mir da gar keine Sorgen.“ Der 23-Jährige ist überzeugt, dass im FCN-Kader deutlich mehr steckt: „Wir sind bestimmt besser, als es der Platz hergibt. Wir müssen es halt nur auf die Platte bringen und dann auch die Ergebnisse einfahren.“
Ausgedünnt
Auch über die Nürnberger Transferperiode äußerte sich der Vize-Kapitän. „Man merkt schon, dass es etwas weniger Personal auf dem Platz ist“, machen sich die Abgänge im Kader offensichtlich auch im Training bemerkbar. Dass dieser in der Hinrunde sehr groß war, gesteht Gruber ebenfalls ein, wenngleich dies der Konzentration und Qualität keinen Abbruch tat: „Teilweise war es schon so, dass ich mir dachte, es ist echt viel auf dem Platz los.“
Wiedersehen
Wenn der FCN am Freitagabend gegen Preußen Münster antritt, kommt es für Gruber auch zum Wiedersehen mit seinem ehemaligen Trainer aus Verl. Unter Alexander Ende, der nun Münster coacht, absolvierte Gruber bis heute mit 46 Pflichtspielen die meisten. „Die werden von ihrem Weg wahrscheinlich auch nicht abweichen“, erwartet der Rechtsfuß einen mutigen Gegner – möchte aber unabhängig davon unbedingt den nächsten Heimsieg einfahren: „Wir werden ganz klar auf Sieg gehen. […] Wir werden unser Spiel durchziehen und versuchen, Münster zu schlagen.“



