„Schon anders“: Pinola über sein Debüt an der FCN-Seitenlinie

Der Nürnberger Co-Trainer über die Niederlage in Darmstadt und das Fehlen von Miroslav Klose.

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Foto: DO IT NOW Media

Pinola an der Seitenlinie


Nachdem Miroslav Klose beim 3:2-Heimerfolg des 1. FC Nürnberg in der vergangenen Woche mit Gelb-Rot vom Platz flog, war er für das Auswärtsspiel in Darmstadt gesperrt. Entsprechend rückte Co-Trainer Javier Pinola beim FCN in die Verantwortung und stand während des Spiels als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie, während Klose das Spiel von der Tribüne aus verfolgen musste. „Schon anders“, habe sich die Konstellation für Pinola angefühlt, wie er bei Sky verriet. „Es hat gut geklappt mit Dominik Schmitt und mit Jerome Polenz“, funktionierte die Zusammenarbeit mit den anderen Nürnberger Co-Trainern zufriedenstellend. Dennoch habe Klose „gefehlt“: „Aber letztendlich ist der Cheftrainer der Cheftrainer.“

Verpasste Gelegenheiten


„Ich glaube, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt“, war Aushilfscoach Pinola mit dem Auftritt der Franken in den ersten 45 Minuten zufrieden. „Einige klare Torchancen“ habe der Argentinier bei seiner Mannschaft gesehen. Als Beispiele nennt er die Abschlüsse von Eric Porstner, Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan. „Viele Möglichkeiten über die rechte Seite“ habe der Club vor der Pause kreieren können. „Aber wir haben die Chancen nicht genutzt“, verpasste man die Führung trotz der Überlegenheit im ersten Spielabschnitt.

Gute Darmstädter


„Wir wussten, dass Darmstadt sehr stark ist und nicht umsonst ganz oben steht“, zeigte sich Pinola nicht sonderlich überrascht von der gegnerischen Leistungssteigerung nach der Halbzeit: „Sie haben die Chancen genutzt und ich glaube, wir waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr so sauber.“ Dass der Gegner „variabel“ agiert und „nicht einfach“ zu verteidigen ist, habe man im Vorfeld analysiert. „Aber es hat einigermaßen gut geklappt“, konnte der 42-Jährige dem Team keinen großen Vorwurf machen.

Auch das 0:2, das der FCN nach einem eigenen Eckball durch einen Ballverlust von Justvan kassierte, lief für den früheren Abwehrspieler unglücklich: „Das ist jetzt schwer zu sagen. Aber letztendlich hat Ju ein bisschen Pech gehabt und der Gegner hat es richtig gut ausgenutzt. Das passiert, wir waren 0:1 hinten und man muss dann auch ein bisschen Risiko nehmen. Das können wir nicht mehr ändern.“

Auf einem guten Weg


Insgesamt sieht Pinola den Club dennoch auf einem guten Weg: „Wir haben heute verloren, aber wir dürfen den Glauben nicht verlieren, weil die Jungs Qualität haben.“ Nach wie vor habe man „volles Vertrauen“ in die Spieler, mit deren Entwicklung man obendrein zufrieden sei. „Es ist eine junge Mannschaft, aber wir sind stolz und werden weiter hart arbeiten“, hofft man am kommenden Freitag gegen Preußen Münster auf die Rückkehr auf die Siegerstraße.