Veränderter FCN seit dem Hinspiel
Am 2. Spieltag, im Hinspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Darmstadt 98, gewannen die Gäste noch mit einem Last-Minute-Tor ein sehr enges Spiel mit 1:0. Nun, vor dem Rückspiel, sieht Lilien-Trainer Florian Kohfeldt eine ganz andere Mannschaft als noch vor gut einem halben Jahr ans Böllenfalltor reisen:
„Wir sind letzten August aus Nürnberg weggefahren, da war der Kader noch nicht ansatzweise der, der er jetzt ist“, kommt der 43-Jährige auf die vielen späten Transfers des Clubs im Sommer zu sprechen. „Das heißt: Miro hat ohne Vorbereitung bis weit in die Saison hinein Kaderumstellungen gehabt.“
„Mannschaft mit einer klaren Handschrift“
Umso höher bewertet Kohfeldt, wie sich der FCN inzwischen präsentiert – und schickt ein „Riesenlob“ an seinen Trainerkollegen Miroslav Klose: „Er hat es trotzdem geschafft, dass wir jetzt auf eine Mannschaft mit einer klaren Handschrift treffen, die auch erfolgreich ist“, zeigt sich der Darmstadt-Coach voll des Lobes für die Entwicklung der Franken.
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer so etwas ist. Da war Anfang der Saison schon richtig Druck in Nürnberg, zumindest medial. Großes Kompliment, wie die Mannschaft jetzt dasteht.“
Tatsächlich konnte sich der 1. FC Nürnberg nach einem schwierigen Saisonstart mit nur einem Punkt aus fünf Spielen stabilisieren. So holte an den vergangenen elf Spieltagen der 2. Bundesliga nur Tabellenführer Schalke 04 mehr Punkte als der aktuelle Tabellenachte.
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Viel Lob für FCN-Spieler
Auch die Art und Weise, wie den Nürnbergern dieser Aufschwung gelang, gefällt Kohfeldt: „Sehr spielstarke Mannschaft, die versucht, den spielerischen Ansatz zu finden. Die immer wieder kreative Momente hat“, nennt er in diesem Zusammenhang Julian Justvan, Finn Becker und Rafael Lubach.
Zudem hebt der SVD-Trainer die Integration junger Spieler hervor und bezeichnet Piet Scobel als jüngstes Beispiel als „spannenden Spieler“. In Verbindung mit der Geschwindigkeit von Mohamed Ali Zoma und einer zweikampfstarken Innenverteidigung erwarte seine Lilien daher „eine echte Aufgabe“.
Kohfeldt erwartet „ein sehr attraktives Spiel“
Insgesamt sieht Kohfeldt den FCN als „eine der formstärksten Mannschaften der Liga“, für die er auch persönlich eine Schwäche habe: „Großen Respekt vor Nürnberg, auch vor der Art und Weise. Ich schaue sie sehr gerne an“, kommt der Ex-Werder-Coach kaum aus seiner Lobeshymne heraus.
Gleichzeitig verweist er auf die eigene Heimstärke und eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen. Unterm Strich freue er sich deshalb auf das Duell und erwarte „ein sehr attraktives Spiel“.



