Was den FCN zum Rückrundenauftakt erwartet

Ähnliche Idee, andere Konstanz: Warum Elversberg dem FCN voraus ist.

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Unterschiedliche Verläufe

Der 1. FC Nürnberg und die SV Elversberg hatten im Sommer beide einen großen Umbruch. Während beim FCN zahlreiche Leistungsträger den Verein verließen und der Kader am ersten Spieltag im Saarland noch lange nicht komplett war, verlor die SVE nach dem verpassten Bundesligaaufstieg in der Relegation ebenfalls wichtige Spieler – und auch Trainer Horst Steffen.

Im Hinspiel verlor der Club knapp mit 0:1. Danach entwickelten sich zwei unterschiedliche Saisonverläufe, sodass die Franken zur Winterpause bereits zwölf Zähler hinter dem zweitplatzierten Gast liegen. Auch das Torverhältnis beider Teams liegt weit auseinander: Der FCN verzeichnet ein um vier Tore negatives, Elversberg mit +16 hingegen das beste der 2. Bundesliga.

Ähnliche Idee

In der Herangehensweise sind beide Teams aber deutlich näher beieinander. Auch die SVE legt extrem viel Wert auf Variabilität. Mal baut man das Spiel mal über beide Innenverteidiger auf, mal zu dritt. „Elversberg hat genau wie wir verschiedene Varianten mit Ball“, sagt Miroslav Klose. Auch die Gäste suchen konsequent den spielerischen Ansatz. Häufig versucht man, zwischen die Linien des Gegners zu kommen und findet dabei auch oft die eigenen Zehnerräume, in denen sich unter anderem Bambasé Conté wohlfühlt.

Variabel

Die Elversberger Flexibilität zeigt sich nicht nur anhand der Spielweise, sondern auch anhand der Zahlen. Zum einen ist man defensiv sehr stabil, sodass man – auch dank des starken Rückhalts Nicolas Kristof – mit 15 Gegentreffern die zweitbeste Defensive nach Schalke stellt.

Das starke offensive Umschaltspiel zeigt sich darin, dass die zehn erzielten Treffer nach Balleroberung Ligabestwert sind. Die meisten Jokertore (8), sieben Tore nach Flanken und die insgesamt meisten Treffer (24) aus dem Spiel heraus runden die bis hierhin starke Saison ab. Am schwersten tat man sich bislang, wenn der Gegner tief verteidigte – was beim Club aber zumindest nicht über 90 Minuten die gewählte Herangehensweise sein wird.

Konstanz

Auch der FCN hatte bis hierhin gute Phasen, agierte aber oftmals nicht konstant genug. Elversberg hingegen hatte in dieser Spielzeit bislang erst eine Phase von drei Partien ohne Sieg. Besonders auffällig: Ansonsten blieb man nicht einmal zwei Spiele ohne Sieg, sodass auf ein Unentschieden oder eine Niederlage stets der nächste Dreier folgte.

Stürmer-Frage

Elversberg musste im Winter Top-Torjäger Younes Ebnoutalib nach Frankfurt ziehen lassen. Umso interessanter wird es, wer am Samstag im Max-Morlock-Stadion bei den Gästen im Sturm auflaufen wird. Otto Stange, der in der Hinrunde oft als Joker glänzte, Routinier Luca Schnellbacher sowie der schnelle Neuzugang David Mokwa sind die Kandidaten.

Auf der anderen Seite hält der Club nach wie vor nach einem neuen Angreifer die Augen offen. Klose zeigte sich mit der Wintervorbereitung dennoch zufrieden, da „jeder Stürmer auf sich aufmerksam machen konnte“. So ist es gut denkbar, dass Piet Scobel sein Startelfdebüt feiern darf: „Er ist noch näher rangerückt, sodass er den anderen jetzt richtig Konkurrenz macht.“

Momente nutzen

Am 18. Spieltag darf man gespannt sein, welches Team seine fußballerischen Momente besser durchdrücken kann. Gut möglich, dass es in der Partie verschiedene Phasen geben wird, sodass es entscheidend sein wird, aus diesen Spielabschnitten die richtigen Momente zu ziehen. „Wenn es so gut funktioniert, wie wir uns das ausmalen, dann wird es ein sehr interessantes Spiel“, freut sich Klose auf das Duell.