„Wäre keine Schande, in Nürnberg zu verlieren“ – Trainer Wagner lobt FCN

„Nicht so ganz klar vorgegeben strukturiert“ – viel Lob für die individuelle Klasse des 1. FC Nürnberg vor dem Duell mit der SV Elversberg.

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Foto: DO IT NOW Media

Zwölf-Punkte-Lücke zwischen FCN und SVE

Ganze zwölf Punkte trennen den Tabellenachten 1. FC Nürnberg und den Tabellenzweiten SV Elversberg vor dem direkten Duell zum Start in die Rückrunde. Insofern scheint die Frage nach einem Favoriten auf den ersten Blick klar beantwortet.

Nichtsdestotrotz erwartet Vincent Wagner ein ähnlich knappes Spiel wie im Hinspiel, das seine SV Elversberg durch einen Last-Minute-Treffer mit 1:0 gewann: „Ich befürchte, es wird wieder extrem eng werden“, geht der SVE-Trainer von einem Abnutzungskampf auf Augenhöhe im Max-Morlock-Stadion aus. „Es wird ein harter Kampf, es wird wieder auf Kleinigkeiten ankommen.“

Viel Lob von Wagner für den FCN

Was Wagner zu dieser Prognose führt, ist die hohe individuelle Qualität, die er im Kader des FCN erkennt: „Wahrscheinlich kommt eine Mischung aus 4-4-2-Raute und 4-3-3 auf uns zu. Eine Mannschaft mit einer hohen individuellen Klasse. Da merkt man dann schon, dass es nicht so ganz klar vorgegeben strukturiert ist. Sondern dass sie sich ihre Räume suchen – wie das in guten Mannschaften so ist, in denen große individuelle Klasse vorhanden ist“, analysiert der 39-Jährige.

Angesprochen auf die Qualitäten einzelner Spieler wie Julian Justvan, ergänzt der gebürtige Thüringer: „Wachsam dagegen Fußball spielen, die besonderen Stärken nicht ganz so zur Geltung kommen lassen – wobei ich sicher bin, dass man das bei solch einer hohen fußballerischen Qualität nicht die ganze Zeit verhindern können wird“, sieht er das gesamte Nürnberger Mittelfeld hochkarätig besetzt.

Dennoch gut vorbereitet

Mut macht Wagner dennoch, dass er sich gut vorbereitet auf den Club fühlt. Einerseits, weil er mit Spielern wie Tim Drexler, Finn Becker, Julian Justvan und Tom Baack bereits zeitweise zusammengearbeitet hat: „Wahrscheinlich kenne ich vier beziehungsweise drei von elf, die am Wochenende starten werden, schon persönlich gut. Deswegen wissen wir ein bisschen, was auf uns zukommt.“

Auf der anderen Seite sieht er auch seine eigene Mannschaft in guter Verfassung: „Wer das Spiel in Basel gesehen hat, hat gesehen, dass wir ganz gut drauf sind und unsere Form aus der Hinrunde konservieren konnten“, gibt er sich nach dem 6:5-Testspielerfolg gegen die Schweizer selbstbewusst.

„Keine Schande, in Nürnberg zu verlieren“

Letztlich seien es laut Wagner erneut Kleinigkeiten in einzelnen Situationen – wie bereits im Hinspiel – die den Ausschlag geben werden: „Die Momente wird es sicherlich auch wieder geben und dann ist die Frage: Schaffen wir es, sie auf unsere Seite zu ziehen?“ Sollte dies nicht gelingen, „wäre es sicherlich keine Schande, in Nürnberg zu verlieren. Aber das ist natürlich nicht unser Ziel.“