Zwei Weltmeister einig – Kramer und FCN-Trainer Klose definieren wichtige Anforderung

Die beiden Ex-Profis teilen nach dem Weltmeistertitel von 2014 nun auch eine ähnliche Sicht.

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Fotos: Sven Mandel | DO IT NOW Media

Talent-Entwickler Klose beim FCN

Geht es um die Entwicklung junger Spieler, ist Miroslav Klose derzeit wohl einer der besten Ansprechpartner im deutschen Profifußball. Als Trainer des 1. FC Nürnberg arbeitet er täglich mit vielen jungen Talenten, die unter ihm die nächsten Schritte machen sollen – wovon der Club zunächst sportlich und perspektivisch auch auf dem Transfermarkt profitieren kann.

Ohnehin verfolgt der 47-Jährige dabei ein klares Credo: „Wenn du jeden einzelnen besser machst, dann wird automatisch die Mannschaft besser“, was insbesondere für junge Mannschaften gelten dürfte.

Dieser Faktor „wird immer wichtiger“

Ein enorm wichtiger Faktor im Umgang mit den vielen nachrückenden Talenten beim FCN ist für Klose die Körperlichkeit. „Um Fußball zu spielen, brauchst du nicht nur Talent, Einstellung etc.“, sagte er zum Auftakt des Wintertrainingslagers. „Du brauchst einen Körper. Der Körper wird immer wichtiger.“ Diese Physis hebe gewisse Spieler von anderen ab: „Weil viele den Körper auch nicht dazu haben, um Hochleistungssport zu betreiben – geschweige denn Fußball zu spielen.“

Kramer und Klose einig

Kloses Weltmeisterkollege von 2014, Christoph Kramer, äußerte sich nun im Podcast Copa TS ganz ähnlich zu den heutigen Anforderungen an junge Spieler, um im Profifußball Fuß fassen zu können: „Wenn ich jetzt nochmal 18 oder 19 wäre, dann würde ich richtig Krafttraining machen, weil es heutzutage dazugehört“, gibt der 34-Jährige zu, der in seiner aktiven Zeit nie als besonders physischer Spieler galt und inzwischen an seiner Trainerlizenz arbeitet. Insofern seien physische Faktoren wie Kraft und Tempo unabdingbar: „Das ist wichtiger denn je für den heutigen Fußball.“

Vorzeigebeispiele beim FCN

Wie weit körperliche Entwicklung einen Spieler bringen kann, zeigt beim FCN zuletzt Piet Scobel. Über das vergangene Jahr wurde dem 20-Jährigen von Trainer- und Sportvorstand eine starke physische Entwicklung attestiert, weshalb er nun vor seinem ersten Startelfeinsatz in der 2. Bundesliga steht – nachdem er in der Vorsaison noch in der fünften Liga spielte.

Den nächsten großen Schritt könnte mit Marko Soldic ein weiterer Youngster machen. Zwar will man den 16-Jährigen „behutsam aufbauen“, doch Klose würde sich bei passenden Voraussetzungen nicht scheuen, ihn einzusetzen: „Ich ja sowieso“, entgegnete der Trainer auf die Frage, ob er kein Problem damit hätte, einen Spieler dieses Alters bei entsprechender körperlicher Verfassung zu bringen.